> > > Konsequenz aus Barenboim-Statement: BBC lässt sich Rede-Manuskript für Last Night of the Proms vorlegen
Montag, 26. Februar 2018

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Royal Albert Hall, © Mike Peel

Royal Albert Hall, © Mike Peel unter CC BY-SA 4.0

Politische Äußerungen führen zu kritischen Reaktionen

Konsequenz aus Barenboim-Statement: BBC lässt sich Rede-Manuskript für Last Night of the Proms vorlegen

London, . Die BBC hat Sakari Oramo, den Dirigenten des Abschlußkonzertes der Last Night of the Proms aufgefordert, die traditionell bei diesem Anlass gehaltene Rede im Vorfeld vorzulegen. Hintergrund dieser Entscheidung sind politische Äußerungen von Künstlern, die sich bei den diesjährigen Proms an die Zuschauer gewandt und für den Verbleib in der Europäische Union Stimmung gemacht hatten. Kritische Reaktionen hatte dabei insbesondere Dirigent Daniel Barenboim hervorgerufen, als er im Anschluss an ein Konzert den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der EU kritisierte (klassik.com berichtete). Jüngst war zudem das Personal der Royal Albert Hall gegen das Entrollen von EU-Flaggen durch Brexit-Gegner vorgegangen, was ebenfalls kontroverse Diskussionen hervorgerufen hatte.

Sakari Oramo, Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra, kommentierte die Aufforderung der BBC zur Vorlage des Redemanuskripts gelassen. Er halte politische Meinungsäußerungen im Rahmen der Last Night of the Proms ohnehin für unangemessen. Dessen ungeachtet behalte er sich freilich vor, gegebenenfalls von dem vorab der BBC überreichten Inhalt der Rede abzuweichen.

Die BBC verteidigte derweil ihr Vorgehen; es sei üblich, dass im Rahmen der Last Night of the Proms enge Absprachen mit den Künstlern getroffen werden, worunter auch deren Rede falle.

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