> > > Konzertsaal München: Oberlandesgericht weiste Architekten-Beschwerde zurück
Sonntag, 22. Juli 2018

Urteil macht rasche Fortsetzung des Architektenwettbewerbs möglich

Konzertsaal München: Oberlandesgericht weiste Architekten-Beschwerde zurück

München, . Der Vergabesenat des Oberlandesgerichts in München hat eine Klage des Architekten Stephan Braunfels zurückgewiesen. Der Architekt hatte Beschwerde eingelegt, weil sein Entwurf zum Architektenwettbewerb im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Konzertsaals in München nicht berücksichtigt worden war (klassik.com berichtete). Vor einigen Monaten hatte der Architekt zwar eine neuerliche Prüfung seines Entwurfs erreicht; danach ist das Bauamt jedoch wiederum zu der Auffassung gelangt, dass Braunfels' Wettbewerbsbeitrag nicht zugelassen wird. Der Münchner Architekt wandte sich insbesondere gegen die Bewertung früherer Architektur-Projekte, die in Form eines Punktesystems Grundlage für die Wettbewerbs-Zulassung des aktuellen Entwurfs sind. Die vorsitzende Richterin konnte jedoch nicht erkennen, dass die Wettbewerbsjury den Beurteilungsspielraum überschritten hätte; darüber hinaus wolle sich das Gericht "nicht an die Stelle der Gremien setzen". Damit sind die Möglichkeiten des Rechtswegs für den Architekten nun ausgeschöpft.

Nach Auffassung des bayerischen Kunstministers Dr. Ludwig Spaenle (CSU) kann der Wettbewerb jetzt rasch fortgesetzt werden, so dass aus den eingereichten Architekturentwürfen bald der beste ausgesucht werden könne: "Schon bald wird der lang ersehnte Konzertsaal konkrete Gestalt annehmen! München und Bayern wird damit ein Konzerthaus bekommen, das architektonisch und akustisch höchsten Ansprüchen gerecht werden wird."

Der große Saal des neu entstehenden Konzerthauses soll 1.800 Besucher fassen, im kleineren Saal sollen nach jetziger Planung 600 Zuschauer Platz finden. Zudem ist für die Musikhochschule ein sogenanntes Projektlabor mit 200 Plätzen geplant, das für Aufführungen innovativer Projekte und Formate dienen soll.

Im Herbst 2015 hatte die bayerische Staatsregierung den Entschluss gefasst, einen neuen Konzertsaal im sogenannten Werksviertel in München zu errichten. Dem Beschluss war eine kontrovers geführte Debatte vorausgegangen, die mittlerweile Jahrzehnte zurückreicht. Die Kosten für das neue Konzerthaus werden auf mindestens 300 Millionen Euro geschätzt. Der Neubau soll nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2018 beginnen.

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