> > > Geiger und Quartettgründer Walter Levin gestorben
Dienstag, 20. Februar 2018

Violinist und künstlerischer Impulsgeber zahlreicher Quartettformationen wurde 92 Jahre alt

Geiger und Quartettgründer Walter Levin gestorben

Chicago, . Der Geiger Walter Levin ist im Alter von 92 Jahren in Chicago gestorben. Der in Berlin geborene Violinist erlangte als Gründer des stilprägenden LaSalle-Quartetts internationale Anerkennung. Das in Cincinnati beheimatete Streichquartett-Ensemble setzte insbesondere auf dem Gebiet der Interpretation moderner und zeitgenössischer Musik Maßstäbe. Levin engagierte sich nach der Auflösung des LaSalle-Quartetts im Jahr 1987 darüber hinaus als künstlerischer Impulsgeber für junge Quartettformationen und Violinsolisten, zudem wirkte er jahrzehntelang als musikalischer Mentor von James Levine.

Walter Levin wurde 1924 in Berlin geboren. Er begann im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel und setzte seine professionelle Ausbildung während der Emigrationszeit der Familie in Tel Aviv fort. Danach studierte er Violine an der Juilliard School of Music, wo Walter Levin mit einigen Mitstudenten die Grundsteine für das LaSalle-Quartett legte. Levin wirkte mehrere Jahrzehnte als Primarius der bedeutsamen Quartetts. Neben seinem umfassenden künstlerischen Wirken zusammen mit der Quartettformation war er über drei Jahrzehnte lang Professor für Violine und Kammermusik an der University of Cincinnati, wo das Quartett als Quartet in Residence wirkte; zudem unterrichtete er am Steans Institute in Ravinia, an der Basler Musikakademie sowie an der Musikhochschule Lübeck. Levin war vor allem als Fürsprecher und Interpret zeitgenössischer Musik bekannt und arbeitete eng mit Komponisten wie Witold Lutoslawski, György Ligeti, Luigi Nono oder Mauricio Kagel zusammen.

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