> > > Treppen der Elbphilharmonie überarbeitet
Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Elbphilharmonie Hamburg, © Sarahhoa

Elbphilharmonie Hamburg, © Sarahhoa unter CC BY-SA 2.0

Deutliche Stufenmarkierungen sollen Sicherheit erhöhen und Stürze verhindern

Treppen der Elbphilharmonie überarbeitet

Hamburg, . Die Elbphilharmonie hat nach dreiwöchiger Sommerpause ihre Türen in überarbeiteter Gestalt wieder geöffnet. Die Erneuerungsmaßnahmen betrafen insbesondere die Treppenstufen, deren Sichtbarkeit auf Initiative des Hamburger Blinden- und Sehbehindertenverein erhöht wurde. Damit sollen die Sicherheit der Besucher erhöht und Stürze verhindert werden, zu denen es in der Vergangenheit mehrmals gekommen war (klassik.com berichtete). Darüber hinaus wurde die Akustik des Kleinen Saals durch zusätzliche Holzpaneele nach Vorgaben des japanischen Akustikers Yasuhisa Toyota modifiziert.

Der besseren Sichtbarkeit der Treppenstufen dient ein 15 Millimeter breiter schwarzen Streifen. Vor der ersten Stufe zeigt ein zweiter 15 Millimeter breiter Streifen den Beginn einer Treppe an, wobei die Markierungen so angebracht sind, dass sie auch mit einem Blindenstock zu ertasten sind. Diese Optimierungen haben sich in einem Test mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg als ein geeignetes Mittel zur besseren Sichtbarkeit herausgestellt. Bisher waren in den Foyers nur die Treppenstufen am Beginn eines Treppenabsatzes und im Großen Saal alle Treppen mit einem fünf Millimeter breiten Streifen gekennzeichnet.

Die Hamburger Elbphilharmonie war Anfang Januar eröffnet worden. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden seit Jahren von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals. Der große Konzertsaal bietet Platz für 2.100 Zuschauer, der kleine Saal hat 550 Plätze, das Kaistudio fasst 170 Besucher. Der Konzertsaal weist eine weinbergartige Anlage (ähnlich der Berliner Philharmonie) auf und ist mit einer sogenannten "Weißen Haut" ausgekleidet. Die sogenannten Plaza, die kostenlos zugängliche Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, wurde bislang von mehr als 3 Millionen Menschen besucht. Das Besucheraufkommen lag bislang bei täglich bis zu 16.000 Menschen.

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