> > > Kölner SPD will Neubau eines Opernhauses nicht ausschließen
Sonntag, 24. März 2019

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Oper Köln, Außenansicht Offenbachplatz (Visualisierung), © Arge SBK

Oper Köln, Außenansicht Offenbachplatz (Visualisierung), © Arge SBK

Kosten für die Sanierung der Oper Köln mittlerweile mehr als verdoppelt

Kölner SPD will Neubau eines Opernhauses nicht ausschließen

Köln, . Die Kölner SPD-Fraktion ist mit dem Vorschlag hervorgetreten, die Stadt solle einen Neubau von Oper und Schauspiel an andere Stelle prüfen. Hintergrund des Vorstoßes der SPD-Fraktion unter Führung von Martin Börschel ist die Kostenexlosion im Zusammenhang mit der Sanierung der Kölner Bühnen am Offenbachplatz. "Es drohen Kosten wie bei der Elbphilharmonie - ohne dass wir eine neue Elbphilharmonie bekämen", so Börschel. Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass der finanzielle Aufwand der Opernsanierung mit bis zu 570 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie ursprünglich gepant (klassik.com berichtete). Der SPD-Politiker hält den derzeitigen Stand der Kosten noch nicht für den Endstand und fordert daher, die Stadt müsste Alternativen zur Sanierung prüfen. Darunter fällt nach Ansicht der SPD-Fraktion auch ein bislang noch nicht diskutierter Neubau an anderer Stelle. Börschel zufolge soll die Stadt einen geeigneten Standort prüfen. Der Verkauf der mittlerweile teilsanierten Bauten am Offenbachplatz könnte diesem Plan zufolge einen Neubau teilweise finanzieren und damit letztlich zu einem niedrigeren Kostenaufwand führen als bei der konsequenten Durchführung der Sanierung.

Das Kölner Opernhaus wurde 1957 eröffnet, das Schauspielhaus folgte 1962. Beide Häuser stehen heute unter Denkmalschutz. Ursprünglich war lediglich eine Sanierung des Opernhauses geplant, während das Theater abgerissen werden sollte. Die Sanierung wurde 2012 begonnen. Kosten- und Zeitplan der Opernsanierung sind in den vergangenen Jahren immer wieder nach oben korrigiert worden (klassik.com berichtete). Die Wiedereröffnung des Hauses nach mehrjähriger Sanierung war ursprünglich für November 2015 geplant. Durch Planungsfehler konnten die Bauarbeiten jedoch nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, außerdem meldete ein Bauunternehmen während der Bauphase Insolvenz an.

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