> > > Gedenktafel an Hanns Eislers Leipziger Geburtshaus enthüllt
Mittwoch, 20. Juni 2018

Bettina Weil, Prof. Klaus Völker mit Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, © Stadt Leipzig

Bettina Weil, Prof. Klaus Völker mit Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, © Stadt Leipzig

Stadt erinnert an bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts

Gedenktafel an Hanns Eislers Leipziger Geburtshaus enthüllt

Leipzig, . In Leipzig ist am Geburtshaus des Komponisten Hanns Eisler eine Gedenktafel enthüllt worden. Das denkmalgeschützte Haus war lange Jahre stark lädiert. Mittlerweile ist das Gebäude in der Hofmeisterstraße 14 saniert; es soll künftig als Stipendiaten-Wohnung dienen. Die Enthüllung der städtischen Gedenktafel erfolgte durch die Leipziger Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke am 119. Geburtstag des Komponisten. Die feierliche Enthüllung wurde musikalisch von dem Saxophonisten Reike Brockelt umrahmt, der Pianist, Komponist und Dirigent Steffen Schleiermacher erinnerte an die Leipziger Zeit Hanns Eislers.

Hanns Eisler wurde 1898 in Leipzig geboren und wuchs in Wien auf. Nach dem Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg studierte er unter anderem bei Arnold Schönberg und Anton Webern. Er wirkte als Klavierlehrer und Komponist. Sein Schaffen umfasst unterschiedliche Genres, von Arbeiterliedern und -chören, über Kunstlieder, musikdramatischen Werken bis hin zu Kammer- und Orchestermusik, darüber hinaus schrieb er Bühnen- und Filmmusik. Eine besonders enge künstlerische Zusammenarbeit verband ihn mit dem Dramatiker Bertolt Brecht. Auch die Hymne der DDR stammt von Eisler. Er floh über mehrere Länder vor nationalsozialistischer Verfolgung in die USA und wirkte dort vor allem als Filmkomponist und Universitätslehrer. 1949 kehrte er nach Ost-Berlin zurück und war dort unter anderem Kompositionslehrer am Staatlichen Konservatorium. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 1962 starb er in Ost-Berlin.

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