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Sonntag, 20. August 2017

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Sir Jeffrey Tate, © Hamburger Symphoniker

Sir Jeffrey Tate, © Hamburger Symphoniker

73-jähriger Dirigent für Verdienste um die britische Musik geehrt

Dirigent Jeffrey Tate zum Ritter geschlagen

London, . Der englische Dirigent Jeffrey Tate ist gestern zum Ritter geschlagen worden. Damit werden die Verdienste des 73-jährigen Dirigenten um die britische Musik gewürdigt. Vorgenommen wurde die Ehrung durch Prinz William im Buckingham Palace. Den Ehrentitel "Sir" konnte der Chefdirigent der Hamburger Symphoniker bereits seit Anfang des Jahres führen, nachdem Tates Erhebung in den Ritterstand angekündigt worden war. "Ich habe die Ritterwürde nicht erwartet und vielleicht wird sie mein Leben nicht komplett verändern - und trotzdem fühle ich mich ein klein bisschen anders", so Tate nach der Zeremonie.

Jeffrey Tate wurde am 28. April 1943 im englischen Salisbury geboren. Zunächst studierte er Medizin in Cambridge und praktizierte als Assistenzarzt in London. Seine professionelle Musikausbildung erhielt er am London Opera Centre. Seine künstlerische Laufbahn begann er als Mitglied des Mitarbeiter-Stabs des Royal Opera House Covent Garden. 1979 debütierte er an der Metropolitan Opera. Darüber hinaus war er Assistent von Herbert von Karajan, James Levine und beim Bayreuther sogenannten Jahrhundert-"Ring" von Pierre Boulez. Seit 1985 leitete er das English Chamber Orchestra, ein Jahr darauf wurde er Principal Conductor am Royal Opera House in London. Zwischen 1991 und 1995 war er Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra, anschließend wechselte er als Musikdirektor ans Teatro San Carlo in Neapel. Er wirkte bei zahlreichen Festivals mit, etwa in Sydney, New York und Paris und gastierte an zahlreichen internationalen Bühnen, etwa in Venedig, Adelaide oder Wien. Vor allem seine "Ring"-Neuproduktionen in Paris und Köln fanden international große Anerkennung. Seit 2009 leitet er als Chefdirigent die Hamburger Symphoniker. Für seine Verdienste erhielt er mehrere Auszeichnungen, etwa die französischen Ehrentitel "Chevalier de la Légion d'Honneur" sowie "Commandeur des Arts et des Lettres", darüber hinaus wurde er mit dem "Una vita nelle musica"-Preis 2016 ausgezeichnet.

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Bisherige Kommentare:

  1. Wiener Staatsoper trauert um Jeffrey Tate
    "Der Tod Jeffrey Tates erfüllt mich mit großer Traurigkeit. Er war für mich stets ein sehr wissender und einfühlsamer Dirigent, nicht nur, aber vor allem im 'deutschen Fach'. Als er 2014 – von seiner Krankheit stark gezeichnet – Wagners 'Ring' an der Wiener Staatsoper leitete, sagte er mir, es sei ein Lebenstraum für ihn in Erfüllung gegangen. Wir werden ihn als großen Musiker und besonders liebenswürdigen Menschen in Erinnerung behalten". (Dominique Meyer, Direktor der Wiener Staatsoper)
    Redaktion, 06.06.2017, 08:39 Uhr

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