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Freitag, 15. Dezember 2017

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Rahel Kohler, © Lucerne Festival

Rahel Kohler, © Lucerne Festival

Auszeichnungen sind mit je 10.000 Schweizer Franken dotiert

Fritz-Gerber-Stiftung vergibt Preise

Zürich, . Die in Zürich ansässige Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen hat den gleichnamigen Award an drei junge Schweizer Musikerinnen vergeben. Preisträgerinnen sind die Harfenistin Alice Belugou, die Bratschistin Hana Hobiger sowie die Saxophonistin Rahel Kohler. Die jeweils mit 10.000 Schweizer Franken dotierten Preise dienen der Förderung junger, hochbegabter Musiker auf dem Gebiet der zeitgenössischen klassischen Musik. Teil der Auszeichnung ist zudem ein 10.000 Franken umfassendes Stipendium, das den drei Musikerinnen die Teilnahme an der Lucerne Festival Academy ermöglicht.

Alice Belugou, Jahrgang 1991, wurde in Rouen geboren. Ihre musikalische Ausbildung umfasste die Instrumente Klavier und Harfe. Sie studierte Harfe, Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Pariser Sorbonne, an der Musikhochschule Lausanne sowie an der Hochschule Basel. Sie schloss ihr Studium in Lausanne mit einem Spezialpreis für ihr Masterkonzert ab. Die Harfenistin trat mit mehreren Klangkörpern auf, etwa mit dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Ensemble Furians, dem Lemanic modern ensemble, dem Ensemble NeuverBand, dem Trio Synapse sowie dem Orchestre Régional de Normandie.

Hana Hobiger wurde 1989 geboren. Sie wuchs im australischen Brisbane auf und begann ihre musikalische Ausbildung mit vier Jahren an der Violine. Nach häufigem Wechsel zur Viola wurde Bratsche schließlich ihr Hauptinstrument. Sie studierte an der Queensland Conservatorium Griffith University und setzt ihr Studium derzeit an der Universität Mozarteum Salzburg fort. Bisher trat sie mit der Camerata St. Johns, dem Queensland Chamber Orchestra, den Salzburg Chamber Soloists, der Hofkapelle München und dem Sinfonieorchester Osnabrück auf. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit Historischer Aufführungspraxis, unter anderem im Verbund mit dem Ensemble Concerto de Bassus. Sie war Preisträgerin bei mehreren Wettbewerben; unter anderem wurde sie bei der South Queensland Concerto Competition sowie der Sydney Chamber Music Competition ausgezeichnet und erhielt den John Curro Viola Prize sowie den Gertrude Lang Ensemble Award.

Rahel Kohler, Jahrgang 1988, wurde in Bern geboren. Sie war zunächst Jungstudentin an der Hochschule der Künste Bern, wo sie auch ihr Bachelor-Studium absolvierte. Nach einem mit Auszeichnung versehenen Abschluss als Bachelor of Arts in Music Pedagogy setzte sie ihre Ausbildung an der Musik-Akademie Basel fort. Bei mehreren Wettbewerben wurde sie ausgezeichnet, etwa beim Concours international de musique et d'art dramatique in Paris, darüber hinaus wurde sie von verschiedenen Seiten gefördert; so war sie Stidpendiatin der Fritz-Gerber-Stiftung, der Stiftung Nicati-de Luze sowie der LYRA Stiftung. Beim Festivalorchester Arosa feierte sie ihr Debüt und gastierte beim Berner Symphonieorchester, der Basel Sinfonietta sowie beim Ensemble Ö!.

Die Fritz-Gerber-Stiftung ist seit 1999 tätig. Sie fördert begabte junge Menschen mit ständigem Wohnsitz in der Schweiz. Gefördert wird in den Bereichen Schule (inklusive Fachhochschulen), Handwerk, Kultur und Sport. Die Unterstützung erfolgt durch die Leistung finanzieller Beiträge zur Aus-, Fort- und Weiterbildung und soll dort etwas bewirken, wo für die Erreichung des Stiftungs­zweckes keine öffentlichen Gelder zur Verfügung stehen. Seit 1999 hat die Fritz-Gerber-Stiftung rund 1.970 begabte junge Menschen mit insgesamt 22,6 Mio. Schweizer Franken unterstützt. Der an junge Musiker verliehene Fritz Gerber Award wird in Zusammenarbeit mit der Lucerne Festival Academy verliehen.

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