> > > Scheidender Frankfurter Intendant will Theaterneubau nicht ausschließen
Donnerstag, 27. April 2017

Oliver Reese schätzt Sanierungskosten auf über 500 Millionen Euro

Scheidender Frankfurter Intendant will Theaterneubau nicht ausschließen

Frankfurt am Main, . In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau plädiert der scheidende Intendant der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, Oliver Reese, dafür, in der Debatte um die Erneuerung des Theaters einen Neubau nicht kategorisch auszuschließen. Hintergrund seines Aufrufs zu einer offenen, uneingeschränkten Debatte über die beste Lösung der anstehenden Erneuerung des Theaters ist ein bislang noch nicht komplettes und daher bis dato noch nicht veröffentlichtes Gutachten; darin werden die Sanierungskosten auf bis zu 500 Millionen Euro geschätzt, der Sanierungszeitraum wird mit rund 11 Jahren angesetzt. In der bisherigen Diskussion war von etwa 380 Millionen Euro Sanierungskosten die Rede. Diesen Kostenaufwand errechnete das städtische Hochbauamt vor einigen Monaten. Der nun ermittelte erhebliche Kostenmehraufwand ist für Oliver Reese Anlass, Alternativen zu einer Sanierung des Schauspiel und Oper zusammenfassenden Theaterkomplexes ins Auge zu fassen. Dazu gehöre, so der Intendant, auch ein Neubau an der Stelle der jetzigen Städtischen Bühnen.

Bereits Mitte letzten Jahres war von einigen Frankfurter Kommunalpolitikern mit Blick auf Kotenentwicklungen bei der Sanierung der Opernhäuser in Köln oder Berlin der Vorschlag eingebracht worden, statt einer Sanierung den etwaigen Neubau eines Theaterhauses zu prüfen (klassik.com berichtete).

Die Oper Frankfurt ging aus einem seit 1792 in Frankfurt bestehenden Opernensemble hervor und hat ihre Spielstätte seit 1951 am Willy-Brandt-Platz. Das Haus beschäftigt derzeit fast 1.000 Arbeitnehmer und verfügt über 1.369 Sitzplätze. Nach einem Großbrand wurde 1991 die Bühne erneuert, vor wenigen Jahren wurde für die Werkstätten ein Anbau realisiert.

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