> > > Dresdner Musikfestspielpreis 2017 für Cellist Steven Isserlis
Donnerstag, 27. April 2017

Cellist Steven Isserlis, © Satoshi Aoyagi

Cellist Steven Isserlis, © Satoshi Aoyagi

Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert

Dresdner Musikfestspielpreis 2017 für Cellist Steven Isserlis

Dresden, . Steven Isserlis erhält den Dresdner MusikFestspielPreis 2017. Die Auszeichnung, die im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele verliehen wird, ist mit 25.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung werden vor allem sein besonderes Engagement in der Musikvermittlung sowie seine Unterstützung angehender Profimusiker honoriert. Neben seinen Auftritten als gefeierter Konzertsolist mit international führenden Orchestern und Dirigenten ist auch das Komponieren und Spielen für Kinder ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit. Zudem hat er drei Bücher für Kinder veröffentlicht, die sich in anekdotisch-informativer Weise mit dem Leben berühmter Komponisten befassen und gibt Meisterklassen auf der ganzen Welt.

Jan Vogler, Intendant der Dresdner Musikfestspiele, unterstreicht die Qualitäten des Preisträgers: "Steven Isserlis ist nicht nur einer der interessantesten und ausdrucksstärksten Cellisten unserer Zeit, er ist auch ein Musiker, der sich auf vielfältige Weise kreativ in unser Zeitalter einmischt: Er schreibt Kinderbücher, kommentiert philosophisch seine Einstellung zu Musik und Gesellschaft und stellt immer wieder neue Werke vor. Ich freue mich, dass mit Steven Isserlis nun zum ersten Mal in der Geschichte des Preises ein Cello-Kollege mit dem ... Musikfestspielpreis ausgezeichnet wird". Die Auszeichnung wird Mitte Mai im Rahmen eines Konzerts im Dresdner Kulturpalast verliehen.

Steven Isserlis wurde 1958 in London geboren. Er begann seine professionelle Ausbildung am International Cello Centre bei Jane Cowan und studierte Cello am Oberlin Conservatory of Music. Noch während seiner Studienzeit debütierte er 1977 in London. Er hat seitdem mit zahlreichen Klangkörpern und Künstlern internationalen Ranges zusammengearbeitet, insbesonder auch auf dem Gebiet historisch informierter Aufführungspraxis, etwa mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Robert Levin, Sir John Eliot Gardiner, Sir Roger Norrington, Sir Simon Rattle und anderen. Er hat als Kammermusiker sowie als Solist in zahlreichen Konzertsälen weltweit konzertiert und ist bei mehreren Festivals aufgetreten. Er ist künstlerischer Leiter des International Musicians Seminar in Prussia Cove (Westcornwall). Sein umfangreiches Wirken wurde 2000 mit dem Zwickauer Schumann-Preis ausgezeichnet, zudem wurde er zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Darüber hinaus ist er als Musikschriftsteller und Herausgeber hervorgetreten. Er spielt ein Stradivari-Cello aus dem Jahr 1726.

Der von der Uhrenmanufaktur Glashütte Original gestiftete, in Verbindung mit den Dresdner Musikfestspielen vergebene Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Er wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Frühere Preisträger waren etwa Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker, Hélène Grimaud, Hilary Hahn, die Fado-Sängerin Mariza und Andris Nelsons.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Dresdner Musikfestspiele

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