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Montag, 29. Mai 2017

68-jähriger Cembalist sowie 89-jährige Bekannte durch Taxi getötet

Tod des Cembalisten Gordon Murray bei Verkehrsunfall

Wien, . Der kanadische Cembalist und Organist Gordon Murray ist tot. Er starb am vergangenen Wochenende im Alter von 68 Jahren bei einem Verkehrsunfall in Wien. Murray, der an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bis 2016 als Cembalo-Professor tätig war, wurde zusammen mit einer 89-jährigen Bekannten nachts beim Verlassen eines Taxis durch ein herannahendes weiteres Taxi erfasst. Er starb noch an der Unfallstelle, die Begleiterin erlag wenig später in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Gordon Murrays Ehefrau, die sich während des Unfalls im Taxi befand, blieb unverletzt; sie erlitt einen Schock.

Gordon Murray, Jahrgang 1948, wurde auf der kanadischen Insel Prince Edward Island geboren. In Jugendjahren war er als Organist tätig. Er studierte zunächst Orgel an der McGill University in Montreal und setzte, gefördert durch ein Stipendium des Arts Award, seine Studien in den Fächern Orgel, Improvisation und Cembalo bei Marie-Claire Alain, André Isoir, Kenneth Gilbert und Gustav Leonhardt sowie an der Haarlem Summer Academy for Organists fort. Er trat vor allem in Europa bei zahlreichen Festivals als Cembalist, Organist und Pianist auf. 1980 wurde er am Conservatoire de Meaux Professor für Cembalo, 1982 wurde er Professor für Cembalo und Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz, 1987 wechselte er an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er bis zu seiner Emeritierung 2016 als Cembaloprofessor tätig war.

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