> > > Orchestra della Svizzera Italiana: Zukunftsperspektive durch neu aufgelegte Rundfunkzusammenarbeit
Samstag, 19. Januar 2019

Orchestra della Svizzeria Italiana, © OSI

Orchestra della Svizzeria Italiana, © OSI

Zusammenarbeit zwischen Orchester und Rundfunk ab 2018 schafft Planungssicherheit

Orchestra della Svizzera Italiana: Zukunftsperspektive durch neu aufgelegte Rundfunkzusammenarbeit

Lugano, . Das Orchestra della Svizzera Italiana hat mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG/SSR) die zukünftige Zusammenarbeit vertraglich festgesetzt. Damit ist ab 2018 für zunächst mindestens sechs Jahre Planungssicherheit geschaffen. Die zugesicherte Finanzierung verlängert sich um weitere zwei Jahre, wenn der Kanton Tessin den Standort des Radiostudios RSI von der SRG übernimmt. Die Fondazione per l'Orchestra della Svizzera italiana (FOSI) und die SRG vereinbarten, dass die Rundfunkgesellschaft bei dem Orchester Musikproduktionen in Höhe von 2 Millionen Schweizer Franken pro Jahr einkauft. Damit sind auch die Nutzungs- und Ausstrahlungsrechte an den Produktionen abgegolten. Der Wechsel von einer Grundfinanzierung des Orchesters durch die Rundfunkanstalt hin zur Vergütung vereinbarter Auftragsleistungen verschafft dem Orchester Freiheit in Verwaltungsentscheidungen. Maurizio Canetta, Direktor des in Lugano beheimateten Orchesters, zeigt sich erfreut über die neu aufgelegte Zusammenarbeit: "Wir freuen uns über die getroffene Vereinbarung. Sie unterstreicht den gemeinsamen Willen, den Weg zugunsten der Kultur der italienischen Schweiz und der RSI-Programme weiterzugehen. Die langfristige Verpflichtung stärkt die vor achtzig Jahren eingegangene Verbindung."

Die SRG hat das Orchestra della Svizzera italiana, das 1935 als Radiosinfonieorchester der italienischsprachigen Schweiz gegründet worden war, bis vor wenigen Jahren mit 3,5 Millionen Schweizer Franken (rund 3,25 Millionen Euro) pro Jahr gefördert. Die finanzielle Unterstützung wurde zunächst auf 2 Millionen Franken reduziert und konnte durch Ergänzungen aus städtischen, kantonalen und privaten Mitteln aufgefangen werden. Ende 2016 hat die SRG bekanntgegeben, die Finanzierung des Orchesters komplett einzustellen (klassik.com berichtete).

Das Orchestra della Svizzera italiana wurde 1935 in Lugano als Orchestra della Radio della Svizzera italiana gegründet. Das frühere Radiosinfonieorchester wurde vom Rundfunk der italienischsprachigen Schweiz, dem Kanton Tessin sowie der Stadt Lugano und dem Orchesterfreundeskreis gefördert. Sein Budget beträgt rund 8 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Chefdirigent ist seit 2015 Markus Poschner. Darüber hinaus arbeitete das Orchester in der Vergangenheit regelmäßig mit Howard Griffiths, Vladimir Ashkenazy, Mikhail Pletnev und lange Jahre mit Marc Andreae zusammen.

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