> > > Radio Bulgarien: Aus Protest gegen Lizenzforderungen nur historische Aufnahmen und Folklore
Mittwoch, 20. März 2019

Zuhörerzahlen durch Umstellung des Programms deutlich gestiegen

Radio Bulgarien: Aus Protest gegen Lizenzforderungen nur historische Aufnahmen und Folklore

Kirschau, . Radio Bulgaria, das einen deutschen Auslandssender betreibt, hat sein Musikprogramm aus Protest gegen hohe Lizenzforderungen komplett umgestellt. Die Urheberrechtsgesellschaft Musicautor forderte für 14 Millionen Titel ein Jahresentgelt von rund 900.000 Euro; bislang musste der Sender für dieselbe Menge an Titeln 250.000 Euro Lizenzgebühren bezahlen. Zu hören sind bei Radio Bulgaria nur noch Aufzeichnungen, die nicht unter das 70 Jahre lang geltende Urheberrecht fallen. Daher sind vor allem Titel aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zu hören sowie Aufnahmen folkloristischer Musik. Die gespielten Aufnahmen decken darüber hinaus vor allem die Bereiche klassische Musik und Jazz ab, zudem sind zahlreiche Konzertaufzeichnungen zu hören. Auf den Publikumszuspruch hat die Programmumstellung positive Auswirkungen: Das im Januar geänderte Musikprogramm hatte einen Anstieg der Zuhörer um rund 20 Prozent zur Folge, so die Zahlen eines bulgarischen Marktforschungsinstituts.

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