> > > Wien feiert 150-jähriges Jubiläum des Donauwalzers von Johann Strauss
Samstag, 27. Mai 2017

1 / 2 >

Johann Strauss (Sohn), © Manuela Bachmann

Johann Strauss (Sohn), © Manuela Bachmann

Uraufführung der weltkannten Walzerfolge Mitte Februar 1867 mit Männerchor und Infanteriekapelle

Wien feiert 150-jähriges Jubiläum des Donauwalzers von Johann Strauss

Wien, . Die Johann-Strauss-Gesellschaft Wien hat eine Feier zum 150-jährigen Jubiläum des sogenannten Donauwalzers von Johann Strauss (Sohn) ausgerichtet. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde eine Gedenktafel enthüllt, die an die Uraufführung des Donauwalzers erinnert. Die Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, Uschi Lichtenegger, apostrophierte im Rahmen den Donauwalzer im Rahmen des Festaktes als "heimliche Hymne des Landes".

Die Feier zum 150. Jahrestag der Uraufführung am 15. Februar 1867 fand an dem Ort statt, an dem das mittlerweile nicht zuletzt durch die Wiener Neujahrskonzerte weltbekannte Werk zum ersten Mal aufgeführt wurde: dem ehemaligen Dianabad in Wien-Leopoldstadt, dessen Schwimmhalle im 19. Jahrhundert in der Zeit, als es nicht als Bad genutzt wurde, zum Konzertsaal umfunktioniert wurde. Die Walzerfolge "An der schönen blauen Donau" op. 314 erlebte seine Uraufführung allerdings nicht in der heute bekannten Fassung für Orchester, sondern in einer Fassung für Männerchor und Infanteriekapelle; auch formal war die Walzerfolge noch nicht so abgerundet wie die heute bekannte Walzerfolge mit Introduktion und Coda. Der Entstehungsprozess des Werkes zeigt, dass Strauss den Donauwalzer von Anfang an in zwei Fassungen konzipiert hat. Der satirisch-parodistische Text, der vom Männer-Gesangverein gesungen wurde, geht auf dessen Hausdichter Josef Weyl zurück und nimmt Bezug auf die anstehende Faschingszeit. Später entstand ein neuer Text, der auf den Titel des Werks Bezug nimmt und landschaftliches Flair und Lokalkolorit ins Zentrum stellt.

Der Komponist Johann Strauss wurde am 25. Oktober 1825 in Wien als Sohn seines gleichnamigen Vaters, der ebenfalls ein bekannter Komponist war, geboren. Er gründete früh eine eigene Tanzkapelle, mit der er 1844 in Hietzing erstmalig auftrat. In der Folge unternahm er als 'Walzerkönig' große Konzertreisen und feierte von Amerika bis Rußland Erfolge. Neben der Komposition von Walzern widmete sich Strauss ab 1871 zunehmend Operetten. Unter anderem schuf er 'Karneval in Rom' , 'Die Fledermaus' und 'Der Zigeunerbaron' (1885). Zu seinen bekanntesten Walzern zählen 'An der schönen blauen Donau', 'Wiener Blut' und 'Kaiserwalzer'. Johann Strauss starb am 3. Juni 1899 in Wien.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Johann Strauß, jun.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Stradivari aus dem 3D-Drucker
Projekt ViolinoDigitale vereint Technologie des 3D-Drucks mit traditionellem Instrumentenbau (26.05.2017) Weiter...

Bühnen Halle: Land Sachsen-Anhalt verweigert finanzielle Unterstützung
Defizit in Millionenhöhe soll durch Einsparungen und städtische Mittel ausgeglichen werden (26.05.2017) Weiter...

Baubeginn für TauberPhilharmonie
Kosten für das 650 Besucher fassende Konzerthaus liegen voraussichtlich bei rund 13 Millionen Euro (24.05.2017) Weiter...

Cellist Steven Isserlis mit Preis der Dresdner Musikfestspiele 2017 ausgezeichnet
Preisverleihung fand im Rahmen eines Gastspiels des Cellisten in Dresden statt (24.05.2017) Weiter...

Finanzloch an der Oper Halle
Voraussichtliches Defizit von 1,7 Millionen Euro in diesem Jahr (24.05.2017) Weiter...

Ulrike Mayer-Spohn gewinnt Walter-Ferrato-Kompositionswettbewerb
Erster Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sowie einer Notenedition versehen (23.05.2017) Weiter...

Umfassende Sanierung der Sydney Opera beginnt
Auf sechs Jahre anberaumte Renovierung soll umgerechnet etwa 190 Millionen Euro kosten (22.05.2017) Weiter...

Gegenwind aus den USA für Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker
Konzerte an USA-Landesgrenze nur auf mexikanischer Seite (22.05.2017) Weiter...

MP3-Patent ist lizenzfrei
Ehemalige Entwickler setzen auf neue Standards der Komprimierung von Audiodaten (19.05.2017) Weiter...

Hilft Musikunterricht Kindern beim Erkennen wiederkehrender Muster?
Studie zeigt positiven Einfluss auditiver Mustererkennung auf andere Lernbereiche (19.05.2017) Weiter...

SWR: Schwetzinger Festspiele (Live-Stream)

Anzeige

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (5/2017) herunterladen (0 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Felix Draeseke: Quintett für 2 Violinen, Viola und 2 Violoncelli op. 77 - Finale. Langsam und düster - Rasch und feurig

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 4442 im Portrait Musik ohne Grenzen
Programme abseits der Konventionen beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo

weiter...
Alle Interviews...


Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich