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Montag, 24. Juni 2019

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Benjamin Scheuer, © Ras Rotter

Benjamin Scheuer, © Ras Rotter

Förderpreis für Oscar Escudero

Busoni-Kompositionspreis 2017 für Benjamin Scheuer

Berlin, . Der Komponist Benjamin Scheuer erhält den mit 6.000 Euro dotierten Busoni-Kompositionspreis 2017. Scheuers Musik zeichne sich durch direkt erfahrbare Sinnlichkeit und Humor aus. Freude am Musizieren und die Suche nach ungewöhnlichen Klängen, auch durch die Einbindung von im Alltag gefundenen Klängen, sind ihm ein ständiger Antrieb. Der Mensch in seiner Individualität und Fehlbarkeit stehe im Zentrum seines Interesses, heißt es in einer Mitteilung der Akademie der Künste. Der Förderpreis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, geht an den in Spanien geborenen Komponisten Oscar Escudero. Die Preisverleihung findet Ende November in der Akademie der Künste in Berlin statt.

Benjamin Scheuer, Jahrgang 1987, wurde in Hamburg geboren. Er studierte Komposition in Hamburg sowie an der Karlsruher Musikhochschule, unter anderem bei Wolfgang Rihm. Seine Kompositionen werden in vielen Ländern gespielt und von zahlreichen Ensembles aufgeführt. Als Gründungsmitglied des Vereins Musiker ohne Grenzen reist er regelmäßig nach Ecuador, wo er Jugendlichen Musikunterricht gibt. 2009 war er als Young Composer in Residence bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sein Schaffen umfasst mehrere Gattungen, wobei Werke mit theatralischen Elementen eine besondere Position einnehmen.

Oscar Escudero studierte Komposition und Oboe am Conservatorio Superior de Música de Aragón in Saragossa/Spanien. Es folgten Anschlussstudien bei Simon Steen-Andersen und Niels Rønsholdt an der Staatlichen Hochschule für Musik, Aarhus (Dänemark). In Madrid erhielt er ein Stipendium der Residencia de Estudiantes, einer Wohn- und Begegnungsstätte von Künstlern und Wissenschaftlern und Treffpunkt der in- und ausländischen Avantgarde.

Der Busoni-Kompositionspreis wurde 1988 von Aribert Reimann gestiftet und wird im Abstand von zwei bis drei Jahren an junge, in der Öffentlichkeit noch nicht bekannte Komponistinnen und Komponisten vergeben. Die letzten Preisträger waren Sarah Nemtsov (2013) und Michael Pelzel (2011). Mit der Auszeichnung fördert die Akademie der Künste den kompositorischen Nachwuchs - seit 1992 werden zusätzlich auch Kompositionsstudenten gefördert. Die Jury bestand aus den Mitgliedern der Sektion Musik: Hanspeter Kyburz, Enno Poppe und Cornelius Schwehr.

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