> > > Geraubte Stradivari nach 35 Jahren wieder vor Publikum erklungen
Dienstag, 17. Oktober 2017

Violine war in Cambridge gestohlen worden

Geraubte Stradivari nach 35 Jahren wieder vor Publikum erklungen

New York, . Eine Stradivari-Violine, die in den USA vor über 35 Jahren geraubt wurde, ist bei einem Konzert in New York zum ersten Mal nach ihrem Wiederauffinden im Jahr 2015 vor Publikum erklungen. Die Violine aus dem 1734 war dem Geiger und Violinpädagogen Roman Totenberg nach einem Konzert im Jahr 1980 in Cambridge, Massachusetts, gestohlen worden. Gegen den mutmaßlichen Dieb, einen begabten jungen Geiger, gab es damals Verdachtsmomente, er konnte jedoch nicht als Täter überführt werden. Nachdem er einer schweren Krankheit erlegen ist, wandte sich seine Witwe an einen Violinhändler, um den Wert des Instruments ermitteln zu lassen. Dort wurde das Instrument als dasjenige identifiziert, das Totenberg gestohlen worden war.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt feierte die Violine nun durch die chinesische Geigerin Mira Wang, eine frühere Studentin Roman Totenbergs. Das Instrument erklang im Rahmen eines Konzerts in einem New Yorker Privatclub vor rund 200 Zuhörern. Die Erben Roman Totenbergs wollen das Instrument verkaufen; dabei soll jedoch sichergestellt werden, dass das Instrument einem Musiker zur Nutzung überlassen wird.

Die Stradivari-Violine "Ames" von 1734 wurde nach 35 Jahren wiedergefunden, nachdem sie dem Geiger Roman Totenberg entwendet worden war. Das FBI stellte das Instrument sicher und gab es 2015 an Totenbergs Töchter zurück. Wie seine Tochter Nina Totenberg berichtet, hatte ihr Vater immer vermutet, dass der junge Violinist Phillip Johnson die Geige nach einem Konzert in der Longy School of Music in Cambridge, Massachusetts entwendet haben könne. Die Polizei erklärte jedoch, dass nicht genug Beweise für eine Hausdurchsuchung vorliegen würden. Totenberg kaufte sich daraufhin eine Guarneri-Violine derselben Periode.

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