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Freitag, 24. Februar 2017

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Enoch zu Guttenberg, © Regine Körner

Enoch zu Guttenberg, © Regine Körner

Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

Rheingau Musik Preis für Enoch zu Guttenberg und die Chorgemeinschaft Neubeuern

Oestrich-Winkel, . Der Rheingau Musik Preis geht in diesem Jahr an den Dirigenten Enoch zu Guttenberg und die Chorgemeinschaft Neubeuern. Die Auszeichnung, die vom Rheingau Musik Festival initiiert wurde, wird 2017 zum 24. Mal vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zur Verfügung gestellt wird das Preisgeld vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

In der Begründung zur Auszeichnung des Dirigenten und der von ihm gegründeten Chorgemeinschaft heißt es: "Als einer der herausragenden Dirigenten unserer Zeit hat sich Enoch zu Guttenberg mit der Musik auf eine Weise auseinandergesetzt, die ihm internationale Achtung verschafft hat. Sowohl als Sinfoniker als auch als Interpret der großen Sakralwerke setzen seine Aufführungen wichtige Akzente auf den bedeutenden internationalen Bühnen. Neben seinen Engagements als Gastdirigent vieler nationaler und internationaler Orchester ist es die Chorgemeinschaft Neubeuern, die seit 50 Jahren Guttenbergs künstlerische Idee und musikphilosophische Ansätze als gemeinsame Anliegen umsetzt. Die Chorgemeinschaft Neubeuern, die als einer der besten Laienchöre Europas bezeichnet wird, bestreitet die wesentlichen Oratorienaufführungen in München. Das Repertoire umfasst Literatur vom Frühbarock bis ins 20. Jahrhundert. Über die Jahre zeugen Konzerte in allen wesentlichen Musikzentren Deutschlands und Gastspielreisen zu weltweit bedeutenden Festspielorten von der Präsenz und dem Erfolg im internationalen Musikgeschäft". Die Preisverleihung findet im Rahmen der diesjährigen Ausgabe des Rheingau Musik Festivals statt.

Enoch zu Guttenberg wurde 1946 geboren. Er studierte in München und Salzburg Komposition und Dirigieren. 1967 gründete er die Chorgemeinschaft Neubeuern, die er seitdem leitet, und stellte ihr 1997 das neugegründete Orchester KlangVerwaltung als Instrumentalensemble zur Seite. Als Gastdirigent trat er mit zahlreichen internationalen Klangkörpern auf, darunter die Berliner Staatskapelle, die Bamberger Symphoniker, das NDR Sinfonieorchester, das Nouvelle Orchestre Philharmonique Paris, das MDR Sinfonieorchester und die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Neben seiner Tätigkeit auf musikalischem Gebiet ist er vor allem ökologisch und politisch engagiert. So gehörte er etwa 1975 zu den Begründern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ist unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, des Bayerischen Verdienstordens und der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt.

Der Rheingau Musikpreis wurde durch das Rheingau Musik Festival initiiert und ist mit 10.000 Euro dotiert. Erstmals wurde er im Jahr 1994 vergeben, in diesem Jahr wird die Auszeichnung zum 24. Mal verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Andreas Scholl, Gidon Kremer, Tabea Zimmermann, das Artemis Quartett, Heinz Holliger, Helmuth Rilling, Christian Gerhaher, die Lautten Compagney, Fazil Say und Christoph Eschenbach.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Rheingau Musik Festival
Portrait Helmuth Rilling
Portrait Tabea Zimmermann
Portrait Fazil Say
Portrait Enoch zu Guttenberg
Portrait Andreas Scholl

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