> > > Elbphilharmonie: Gefährliche Lücke im Ticketsystem
Mittwoch, 20. September 2017

1 / 2 >

Historischer Ladekran und Elbphilharmonie Hamburg, © Joachim Kaiser

Historischer Ladekran und Elbphilharmonie Hamburg, © Joachim Kaiser

Bereits verkaufte Tickets konnten kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden

Elbphilharmonie: Gefährliche Lücke im Ticketsystem

Hamburg, . Im Online-Kartenshop der Elbphilharmonie, deren Eröffnung kurz bevorsteht, gab es laut eines Berichts des Fachmagazins Heise Online eine erhebliche Schwachstelle. So hätten bereits verkaufte Tickets von jedem anderen Kunden, der im Ticketshop eingeloggt war, ohne Bezahlung heruntergeladen werden können. Die ungeschützten Konzertkarten konnten durch eine Manipulation der Internet-Adresse als PDF-Dokument abgerufen und ausgedruckt werden, obgleich die Karten von einem anderen Kunden zuvor bezahlt wurden.

Entstanden war die Schwachstelle wohl nach einem Systemupdate des Internetshops im November 2016. Derzeit ist unklar, ob es zu einer missbräuchlichen Verwendung der Daten gekommen bzw. in welchem Ausmaß dies möglicherweise geschehen sei. Seit dem vergangenen Wochenende sei die Schwachstelle nun behoben. Um bei Veranstaltungen den rechtmäßigen Erwerb der Eintrittskarte nachzuweisen, rät die Elbphilharmonie dazu, nach Möglichkeit einen Nachweis der Ticketbezahlung mitzuführen.

Die Elbphilharmonie wird morgen eröffnet. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden seit Jahren von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Sopranistin Branda Lewis gestorben
An der Metropolitan Opera sowie an Broadway-Bühnen erfolgreiche Sängerin wurde 96 Jahre alt (19.09.2017) Weiter...

Opernsänger Zurab Sotkilava gestorben
Am Moskauer Bolschoi-Theater engagierter Tenor wurde 80 Jahre alt (19.09.2017) Weiter...

Hugo-Wolf-Medaille für Thomas Hampson und Wolfram Rieger
Auszeichnung wird zum ersten Mal an ein Duo verliehen (18.09.2017) Weiter...

Johannes Krahl gewinnt Silbermann-Orgelwettbewerb in Freiberg
Erster Preis ist mit 7.000 Euro dotiert (18.09.2017) Weiter...

Oper Köln: Gutachten benennt Ursachen für Sanierungsdesaster
Planungsfehler, falsche Prioritäten und geringe Personaldecke als Hauptursachen identifiziert (17.09.2017) Weiter...

Theater in Schwedt und Senftenberg werden brandenburgische Landesbühnen
Zusätzliche Mittel des Landes sollen Aufführungen in anderen Städten und Regionen ermöglichen (15.09.2017) Weiter...

Musikjournalistin Eleonore Büning erhält Pro Musica Viva-Preis 2017
Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert (15.09.2017) Weiter...

Orchester in Trier, Jena, Gera und Konstanz erhalten Exzellenzförderung des Bundes
Orchesterförderung des Bundes mit bis zu 450.000 Euro (15.09.2017) Weiter...

Usedomer Musikpreis 2017 für Cellistin Emilia Lomakova
Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert (15.09.2017) Weiter...

Ensemble Aravà erhält Moderationspreis für Alte Musik
Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro (14.09.2017) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (9/2017) herunterladen (1880 KByte) Class aktuel (3/2017) herunterladen (0 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Feliks Nowowiejski: Quo Vadis - Me thinks that God thro' you hath spoken!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Winfried Rademacher im Portrait "In jedem Ton schwingt der Mensch mit, der ihn produziert"
Winfried Rademacher sucht als Geiger auch gerne Kostbares auf Nebenwegen

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich