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Samstag, 25. Juni 2022

Positive Entwicklung der Auslastungszahlen

Berlin: Staatsoper und Deutsche Oper legen Jahresbilanz 2016 vor

Berlin, . Die beiden größten Berliner Opernhäuser, die Staatsoper samt Staatsballett sowie die Deutsche Oper, haben eine Bilanz des Jahres 2016 gezogen. Die Staatsoper, deren Veranstaltungen auch in diesem Jahr sanierungsbedingt im Schiller Theater stattfanden, erreichte eigenen Angaben zufolge eine Auslastung von 88 Prozent. Sie bewegt sich in ähnlichen Größenordnungen wie in den vergangenen Jahren: 2015 betrug sie 86 Prozent, 2014 89 Prozent, 2013 ebenfalls 88 Prozent. Insgesamt wurden bei 312 Vorstellungen und Konzerten 184.938 Besucher gezählt. Darüber hinaus konnte die Staatskapelle Berlin bei internationalen Gastspielen weitere rund 51.150 Zuschauer begrüßen, das Open-Air-Konzert unter dem Motto "Staatsoper für alle" wurde von 40.000 Menschen verfolgt.

Die Auslastung des Staatsballetts Berlin lag 2016 bei 83,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (80,7 Prozent) konnte die Auslastung weiter gesteigert werden. Die insgesamt 108 Vorstellungen wurden von 124.559 Zuschauern besucht. Als besonders erfolgreich erwiesen sich die ausverkauften Produktionen von "Schwanensee" und "Nussknacker", dicht gefolgt von den mit einer Auslastung von 91 Prozent stark nachgefragten "Jewels". Laut einer Besucherstatistik konnte für einige Produktionen ein überdurchschnittlich junges Publikum gewonnen werden.

Im Jahr 2016 fanden an der Deutschen Oper Berlin 346 Vorstellungen statt, davon 178 auf der großen Bühne. Die Aufführungen wurden von insgesamt 248.000 Zuschauern besucht. Die Auslastung betrug 72 Prozent; im Vorjahr waren es 77 Prozent. Die verringerte Auslastung wird mit der gestiegenen Veranstaltungsanzahl begründet, die von 291 Veranstaltungen auf 346 erhöht wurde. Im Bereich des Kinder- und Jugendmusiktheaters setze das Projekt "Neuland" Akzente.

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden wurde im Jahr 1742 eröffnet. Zahlreiche Opern erlebten hier ihre Uraufführung, darunter Alban Bergs "Wozzeck". Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zweimal durch Bombentreffer vollständig zerstört. Es folgte der Neuaufbau in den Jahren 1952 bis 1955. Die Staatsoper ist das älteste Opernhaus und Theatergebäude in Berlin und verfügt derzeit über 1.396 Plätze. Zuletzt wurde es von 1983 bis 1986 umfassend restauriert.

Die Deutsche Oper Berlin ist das größte der drei Berliner Opernhäuser. Sie wurde 1961 als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Deutsche Oper eröffnet. Mit 1.859 Sitzplätzen ist das Haus eines der größten Theater Deutschlands. Gemeinsam mit der Staatsoper Unter den Linden, der Komischen Oper, dem Staatsballett und der Bühnenservice GmbH bildet es die Stiftung "Oper in Berlin".

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