> > > Patrick Grahl gewinnt Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb im Fach Gesang
Samstag, 21. Juli 2018

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Patrick Grahl, © Bach Wettbewerb Leipzig / Patrick Grahl privat

Patrick Grahl, © Bach Wettbewerb Leipzig / Patrick Grahl privat

Erste Preise gehen nach Japan, Deutschland und Italien

Patrick Grahl gewinnt Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb im Fach Gesang

Leipzig, . Patrick Grahl hat den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis beim diesjährigen Leipziger Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb im Fach Gesang gewonnen. Der Leipziger Tenor setzte sich vor den Zweitplatzierten Raphael Höhn (7.500 Euro) und Geneviève Tschumi (5.000 Euro), beide aus der Schweiz. Im Fach Orgel belegte Kazuki Tomita (Japan) den ersten Platz, gefolgt von dem Tschechen Pavel Svoboda und Alina Nikitina aus Russland. In der dritten diesjährigen Instrumentenkategorie Violoncello/Barockvioloncello konnte der Italiener Paolo Bonomini den ersten Platz erringen. Die Schweizerin Ursina Braun wurde Zweite, der dritte Platz ging an Vladimir Walthan (Frankreich/Großbitannien). Neben dem Preisgeld erhalten die ausgezeichneten Musiker Engagements, u.a. beim Leipziger Bachfest.

Neben den Hauptpreisen wurden mehrere Sonderpreise vergeben. Den mit je 500 Euro dotierten Publikumspreis gewannen Kazuki Tomita, Patrick Grahl und Ursina Braun. Die Urtext-Preise gingen an Jihoon Song (Orgel), Viola Blache (Gesang) und Katarina Schmidt (Barockvioloncello). Den Sonderpreis einer Plattenfirme gewann der italienische Cellist Paolo Bonomini, den Sonderpreis der Christa Bach-Marschall Stiftung konnte Liubov Nosova (Orgel) erringen.

Die Preisverleihung fand am vergagenen Wochenende im Rahmen eines Preisträgerkonzertes in der Leipziger Thomaskirche statt, umrahmt von musikalischen Beiträgen einiger Jurymitglieder sowie des Wettbewerbspräsidenten Robert Levin. Letzterer hob das hohe der über 100 Teilnehmer aus 17 Nationen hervor: "Das beachtenswerte Niveau der Teilnehmer bescherte durch alle Runden spannungsgeladene Vorspiele; die Jurys hatten damit die Gelegenheit, nicht nur herausragende technische Vollkommenheit anzuerkennen, sondern – und das ist die eigentliche Pflicht unseres Wettbewerbes – diejenigen Kandidaten, die Bachs Sprache, Philosophie und geistliche Potenz in besonderem Maße verinnerlichen, auszuwählen und ihnen das weltweit anerkannte Prädikat ›Bach-
Preisträger‹ zu verleihen. Wir dürfen mit großem Optimismus in die Zukunft unserer Preisträger sehen, die in den kommenden Jahren das Erbe Johann Sebastian Bachs an zentraler Stelle weitertragen und bewahren werden."

Patrick Grahl studierte ab 2007 Gesang an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig, ergänzt um Meisterkurse bei Peter Schreier, Gerd Türk, Ileana Cotrubas und weiteren Sängern. Er ist mit mehreren Orchestern aufgetreten, etwa der Dresdner Philharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig sowie der Accademia Nazionale die Santa Cecilia Rom und hat unter anderem mit Hartmut Haenchen und Konrad Junghänel zusammengearbeitet. Neben solistischen Auftritten ist er Mitglied des Männervokalquartetts Thios Omilos. Raphael Höhn studierte an der Zürcher Hochschule der Künste sowie am Könglichen Konservatorium Den Haag. Er hat im Chor der Bachstiftung St. Gallen mitgewirkt sowie in den Ensembles Vox Luminis und Voces Suaves. Geneviève Tschumi studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie anschließend an der Universität der Künste Berlin. Sie trat im Landestheater Kiel auf, bei Hochschulproduktionen und unter anderem mit dem Barockwerk Hamburg.

Der Bach-Wettbewerb Leipzig wurde erstmals im Jahr 1950 ausgeschrieben. Von 1964 bis 1996 fand der Wettbewerb im Vierjahresturnus statt, seit 1996 wird er alle zwei Jahre durchgeführt. Der Wettbewerb ist offen für Instrumentalisten und Sänger im Alter zwischen 16 und 33 Jahren. Er stellt hohe Anforderungen an die Teilnehmer und setzt Podiumsreife und Erfahrungen in der Aufführungspraxis der im Wettbewerbsprogramm geforderten Stilepochen voraus. Die Einstudierung des Programms soll nach Urtextausgaben erfolgen. In diesem Jahr fand der Wettbewerb zum 20. Mal statt.

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