> > > Toronto Symphony Orchestra: Aufbesserung der Haushaltslage durch Bratschen-Verkauf
Samstag, 19. Januar 2019

Wiederholtes Defizit in Millionenhöhe

Toronto Symphony Orchestra: Aufbesserung der Haushaltslage durch Bratschen-Verkauf

Toronto, . Das Toronto Symphony Orchester sucht nach Möglichkeiten, um seine desolate Haushaltslage aufzubessern. In der laufenden Spielzeit ist ein Finanzloch in Höhe von 4 bis 6 Millionen Kanadischen Dollar (rund 2,8 bis 4,1 Millionen Euro) zu erwarten. Bereits in der Vergangenheit machte das Orchester erhebliche Defizite; in den letzten beiden Spielzeiten konnte es jedoch schwarze Zahlen schreiben. Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, plant das Orchester kanadischen Medienberichten zufolge, eine wertvolle Bratsche zu verkaufen. Das Instrument war dem Orchester zuvor durch die Toronto Symphony Foundation geschenkt worden. An diese Stiftung soll das Instrument nun für rund 4 Millionen Kanadische Dollar (knapp 2,8 Millionen Euro) wieder verkauft werden. Seitens der Stiftung sei geplant, die Bratsche in der Instrumentensammlung des Orchesters zu belassen.

Das Toronto Symphony Orchestra wurde erst kürzlich durch die spontane Demission seines Chef Executive Officer Jeff Melanson erschüttert, in dessen kurzer Amtszeit das Defizit des Orchesters aufgelaufen war. Grund dafür seien unerwartet hohe Ausgaben für einige Programme sowie die Verwaltung gewesen.

Das Toronto Symphony Orchestra wurde 1922 von einigen Musikern und dem Wiener Dirigenten Luigi von Kuntis unter dem Namen, "New Symphony Orchestra" gegründet, nach vier Jahren wurde es in "Toronto Symphony Orchestra" umbenannt. Seit 1982 die Roy Thomas Hall eröffnet wurde, ist das Toronto Symphony Orchestra dort beheimatet. Zu den bisherigen Chefdirigenten gehören unter anderem Ernest MacMillan, Walter Susskind, Victor Feldbrill. Andrew Davis, Günther Herbig und Jukka-Pekka Saraste. Seit 2004 steht das Orchester unter der Leitung von Peter Oundijan.

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