> > > Hamburg: Eklat bei Klavierabend von Maurizio Pollini
Samstag, 17. November 2018

Einspieler beim Hamburger Musikfest thematisieren das Festivalthema Freiheit

Hamburg: Eklat bei Klavierabend von Maurizio Pollini

Hamburg, . Bei einem Konzert im Rahmen des Internationalen Musikfestes Hamburg in der Laeiszhalle haben Teile des Publikums ihren Unmut gegen ein politisches Statement geäußert. Eingeleitet wurde der Klavierabend des Pianisten Maurizio Pollini von einem per Band zugespielten Statement eines 18-jährigen afghanischen Geflüchteten, in dem er das Festivalthema "Freiheit" thematisiert. In dem kurzen Beitrag sprach er in seiner Landessprache und in deutscher Übersetzung über religiöse Unfreiheit in seiner Heimat und im Iran. Diesen Einspieler quittierten einige Zuschauer mit Buhrufen.

Das 2. Internationale Musikfest Hamburg steht in diesem Jahr unter dem Motto "Freiheit". In Zusammenarbeit mit der Elbphilharmonie und der Körber-Stiftung entstanden dazu im Vorfeld im Rahmen des Projekts "Freiheitsstimmen" Tonaufnahmen von Geflüchteten, in denen diese Gedanken zum Thema "Freiheit" formulieren. Die aufgezeichneten Originaltöne werden bei den Konzerten des Musikfestes zu Beginn vom Band eingespielt.

Kai-Michael Hartig, Leiter des Bereichs Kultur der Körber-Stiftung: "Den jungen Menschen eine Stimme zu geben und dem Publikum des Musikfestes eine direkt erfahrbare Aktualität des Themas 'Freiheit' zu vermitteln, das waren die Gründe für uns, die 'Freiheitsstimmen' aktiv zu unterstützen."

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