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Samstag, 7. Dezember 2019

Umzug des Briefverteilzentrums habe Nachteile für Angestellte und Kunden

Konzertsaal München: Gewerkschaft gegen Paketposthalle

München, . Die Gewerkschaft Verdi hat in einer Stellungnahme zur Münchener Konzertsaal-Debatte ihre Sicht der Dinge dargelegt. Demnach hätte ein Konzertsaal auf dem Gelände der Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke "Negativeffekte für Beschäftigte und Kunden". Durch die Verlagerung des dort beheimateten Briefverteilzentrums an den Münchener Stadtrand würden sich für die Postbeschäftigten "längere Fahrzeiten und finanzielle Einbußen" ergeben. Außerdem könnten sich zeitliche Einbußen in der Zustellung ergeben, da die täglich etwa 4,5 Millionen Sendungen erst vom Stadtrand in die städtischen Zustellstützpunkte gebracht werden müssten. Konkret wurde der Post ein Ausweichgrundstück in Germeringen im Norden der Stadt angeboten. Die Post sieht dieses auch als geeignet an.

Zu den von Verdi angemerkten Auswirkungen für Beschäftigte und Kunden hat sich das Unternehmen indes noch nicht geäußert. Dem Standort der Paketposthalle werden im direkten Vergleich zur Alternative des Werksviertels ohnehin weniger Chancen eingeräumt. Das von einer Investorengruppe vorgestellte Konzept einer "Musikstadt" sei deutlich teurer als ein Neubau im Werksviertel, erklärte das bayerische Finanzministerium. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons, hatten sich für das Werkviertel ausgesprochen. Seehofer erklärte, dass er die endgültige Entscheidung in der Kabinettssitzung vom 15. Dezember erwarte (klassik.com berichtete).

Eine rechtzeitige Fertigstellung des neuen Saales könnte auch eine teure Interimsspielstätte während der geplanten Sanierung des Kulturzentrums Gasteig ab 2020 überflüssig machen. Hier war unter anderem bereits ein Heizkraftwerk in Aubing genannt worden. Eine zunächst von Stadt und Land favorisierte "Zwillingslösung", die eine Doppelnutzung der sanierten Gasteig-Philharmonie durch die Münchener Philharmoniker und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks vorsah, erwies sich nach einem entsprechenden Gutachten als nicht praktikabel. Insgesamt waren 40 Standorte für einen Neubau vorgeschlagen worden, von denen fünf im Sommer vertieft geprüft wurden.

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