> > > Streichquartett fasst 133 Jahre Erderwärmung zusammen
Mittwoch, 30. November 2022

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Klima-Visualisierung als Streichquartett (Jahr 2014), © Ensia, University of Minnesota

Klima-Visualisierung als Streichquartett (Jahr 2014), © Ensia, University of Minnesota

Geographie-Student stellt Klimawandel mit musikalischen Mitteln dar

Streichquartett fasst 133 Jahre Erderwärmung zusammen

Minnesota, . Der Geographie-Student und Komponist Daniel Crawford hat gemeinsam mit Prof. Scott George von der Universität Minnesota ein Streichquartett mit dem Titel "Planetary Bands, Warming World" geschrieben, das die Erderwärmung der vergangenen 133 Jahre in wenigen Minuten zusammenfasst. Nachdem er bereits 2013 eine Komposition mit dem Titel "A Song Of Our Warming Planet" vorgelegt hatte, welche einen Klimatographen der gleichen Zeitspanne musikalisch wiedergab, ist sein neues Werk detaillierter. Die vier Instrumente des Streichquartetts werden dabei Klimazonen der Nordhalbkugel zugeordnet: Das Cello stellt die Tropen dar, die Bratsche die Subtropen, Violine II die gemäßigten Breiten und Violine I die Arktis.

Dabei entsprechen tiefere Töne tieferen Temperaturen und höhere Register wärmeren Ausschlägen. Als Resultat daraus beginnt das Stück mit tiefen Tönen, die den Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 wiedergeben, und endet in hoher Lage mit den heutigen Klimadaten, wodurch die Erderwärmung deutlich wird. Bei dem Projekt wurde Crawford von den Musikstudenten Julian Maddox, Jason Shu, Alastair Witherspoon und Nigel Witherspoon beraten, die das Stück auch einspielten und eine gewisse musikalische Freiheit zur Interpretation beitrugen.

Daniel Crawford sieht "Planetary Bands, Warming World" als Ergänzung zur gängigen Verdeutlichung des weltweiten Klimawandels durch Diagramme und sonstige Visualisierungen. Dem Komponisten zufolge könne der Verlauf des Klimawandels auch auditiv nachgebildet werden. Dieser Idee ist sein Werk für Streichquartett verpflichtet, das sich in seinem gesamten Verlauf rhythmisch gleichförming in Halbenoten bewegt. Gleichzeitig bietet er mit seinem Werk eine künstlerische Antwort auf die, wie sich die 135-jährige Geschichte der Temperaturmessung mit Thermostaten musikalisch repräsentieren lässt.

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