> > > Marina Ragger und Adriaan Hoek gewinnen Buxtehude-Orgelwettbewerb
Donnerstag, 8. Dezember 2022

Natalia Uzhvi, Adriaan Hoek, Marina Ragger, © Heiderose Gerberding

Natalia Uzhvi, Adriaan Hoek, Marina Ragger, © Heiderose Gerberding

Die beiden Erstplatzierten erhalten jeweils 6.500 Euro Preisgeld

Marina Ragger und Adriaan Hoek gewinnen Buxtehude-Orgelwettbewerb

Lübeck, . Marina Ragger aus Österreich und Adriaan Hoek aus den Niederlanden teilen sich beim vierten Buxtehude-Orgelwettbewerb den ersten Preis. Der dritte Preis geht an die Organistin Natalia Uzhvi, die derzeit an der Musikhochschule Lübeck studiert. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben. Die zwei ersten Preise sind mit jeweils 6.500 Euro dotiert, der dritte Preis mit 3.000 Euro.

Der Wettbewerb fand vom 24. September bis zum 3. Oktober in Lübeck und Hamburg statt. Teilgenommen hatten zwanzig Musiker aus zwölf Nationen. Die Finalrunde wurde am vergangenen Freitag in St. Jakobi ausgetragen. Die fünf Finalisten trugen in jeweils einstündigen Konzerten Werke von Buxtehude, Bach sowie ein zeitgenössisches Werk vor. In diesem Jahr wurde der Wettbewerb erstmals nicht nur an den historischen Orgeln in St. Jakobi, sondern auch an der rekonstruierten Renaissance- und Barockorgel in der Hamburger St. Katharinenkirche veranstaltet. Im Preisträgerkonzert in St. Jakobi stellten sich die Gewinner zum Abschluß mit Werken von Byrd, Scheidt, Buxtehude, Reincken und den zeitgenössischen Komponisten Mernier und van Rossem vor.

Marina Ragger studierte Orgel und Kirchenmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Von 2005 bis 2009 studierte sie Orgel bei Michael Radelescu, ab 2009 bei Pier Damiano Peretti. Sie ist als Kirchenmusikreferentin und Dozentin am Konservatorium in Linz tätig. Ragger ist zudem Leiterin des Frauenchores Almezso und Mitglied des Arnold Schoenberg Chors Wien. Außerdem konzertiert sie als Organistin und Sängerin regelmäßig sowohl solistisch als auch in Kammermusikformationen.

Adriaan Hoek ist Organist in Amsterdam und wurde 1990 in Tholen, Niederlande, geboren. Ersten Orgelunterricht erhielt er von seinem Vater. Anschließend studierte er Orgel bei Eric Quist und Klavier bei Paul Heyboer. Hoek gewann bereits einige Orgelwettbewerbe, wie etwa den Feike-Asma-Wettbewerb. Seit 2007 ist er Organist an Kirchen in Tholen und Sint-Annaland. Im Juni 2014 schloss Hoek sein Studium im Fach Kirchenmusik ab. Zurzeit studiert er Orgelmusik bei Wiecher Mandemaker.

Der Buxtehude Orgelwettbewerb Lübeck wird von der Musikhochschule Lübeck (MHL) in Zusammenarbeit mit den Lübecker Kirchen St. Jakobi und dem Dom veranstaltet. Der Wettbewerb wurde erstmals als Teil des Buxtehude-Festjahres Lübeck 2007 veranstaltet und findet alle drei Jahre statt. Namensgeber Dietrich Buxtehude gehört zu den wichtigsten Vertretern der norddeutschen Orgelschule. An diese Orgeltradition knüpft der Buxtehude Orgelwettbewerb an und gibt Nachwuchsorganisten aus der ganzen Welt die Möglichkeit, an Lübecks historischen Orgeln zu konzertieren. Seit 2007 waren 100 internationale Organistinnen und Organisten in Lübeck zu Gast. Zur Jury gehörten in diesem Jahr Michael Radulescu (Österreich), Pieter van Dijk (Niederlande), Naomi Matsui (Japan), Karin Nelson (Schweden), Arvid Gast, Jörg-Andreas Boetticher und Franz Danksagmüller (Deutschland).

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