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Montag, 6. Juli 2020

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Vladimir Ashkenazy und Violetta Egorova, © Sergei Rachmaninov International Award

Vladimir Ashkenazy und Violetta Egorova, © Sergei Rachmaninov International Award

Verleihung der Rachmaninow-Bronzestatue in Lugano

Rachmaninow-Preis für Dirigent Vladimir Ashkenazy

Lugano, . Der russische Dirigent Vladimir Ashkenazy hat den internationalen Rachmaninow-Preis 2014 erhalten. Die Verleihung der Auszeichnung in Form einer goldbesetzten Bronzestatue des Komponisten fand in der vergangenen Woche in Lugano durch die Präsidentin und Gründerin des Preises, Violetta Egorova, statt. Ashkenazy erhielt die Auszeichnung für seine außerordentlichen Bemühungen um das Werk Rachmaninows, wobei die Jury insbesondere seine Gesamteinspielung der Klavierwerke einschließlich eines bisher unveröffentlichten Werks in As-Dur hervorhob, das Ashkenazy von einer Skizze in der Library of Congress in Washington kopiert hatte.

Vladimir Ashkenazy wurde 1937 im russischen Gorki geboren. Er studierte am Moskauer Konservatorium bei Lev Oborin und Boris Zemliansky. Als Pianist wurde er mit dem Gewinn des renommierten Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel 1956 und des Tschaikowski-Wettbewerbs in Moskau 1962 international bekannt. Unter den zahlreichen Auszeichnungen, die Ashkenazy als Pianist erhielt, befinden sich unter anderem fünf Grammys. Anfang der achtziger Jahre wandte sich der Musiker dem Dirigieren zu und wurde 1987 zum Chefdirigenten des Royal Philharmonic Orchestra berufen, wo er bis 1994 wirkte. Zwischen 1989 und 1999 leitete er das Deutsche Sinfonieorchester Berlin sowie von 1996 bis 2003 die Tschechische Philharmonie. Im Jahr 2000 wurde er Musikdirektor des European Youth Orchestra, von 2009 bis 2013 war er als Chefdirigent in Sydney tätig.

Der Rachmaninow-Preis wurde 2013 anlässlich des 140. Geburtstags und des 70. Todestags des Komponisten von der Pianistin Violetta Egorova ins Leben gerufen. Er wird jährlich von der Rachmaninow-Gesellschaft Moskau an Musiker vergeben, die sich besonders um das Werk des Komponisten verdient gemacht haben. Als erster Preisträger war 2013 der italienische Pianist und Dirigent Epifanio Comis ausgezeichnet worden.

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