> > > Teheran: Daniel Barenboim als Israeli nicht willkommen
Mittwoch, 14. November 2018

Iranische Regierung sagt möglichen Auftritt mit der Staatskapelle Berlin ab

Teheran: Daniel Barenboim als Israeli nicht willkommen

Teheran, . Die iranische Regierung hat dem Vorhaben von Daniel Barenboim, ein Konzert mit der Berliner Staatskapelle in Teheran zu geben, eine Absage erteilt. Grund dafür ist die israelische Staatsbürgerschaft des Dirigenten, die er neben der palästinensischen Staatszugehörigkeit hat: "Der Iran erkennt das zionistische Regime nicht an und wird auch nicht mit Künstlern dieses Regimes zusammenarbeiten", so ein Sprecher des iranischen Kultusministeriums. Als die Nationalität des Dirigenten bekannt geworden sei, sei das Konzert vom Kultusminister selbst abgesagt worden. Teheran habe von den Planungen zunächst nichts gewusst, der Vorschlag sei von der Staatskapelle Berlin selbst gekommen. Mit dem Orchester, so betonte der Sprecher, gebe es kein Problem: "Aber wir sind gegen die Person, die die Gruppe führt."

Daniel Barenboim hat sich bisher nicht zu der Absage geäußert. Erst am Donnerstag vergangener Woche hatte er bestätigt, dass es Verhandlungen mit dem Iran gebe. Das Konzert sollte unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) stattfinden, der selbst Mitte Oktober für Gespräche nach Teheran reist. Zuvor hatte die israelische Kulturministerin Miri Regev die noch unbestätigten Auftrittspläne bereits scharf kritisiert. Barenboim verfolge eine "anti-israelische" Linie und missbrauche die Kultur zur Durchsetzung seiner politischen Ansichten, so Regev. Auch das Simon Wiesenthal Zentrum warf Barenboim vor, das iranische Regime "weißwaschen" zu wollen. Der Iran selbst hatte Anfang der letzten Woche erklärt, in Verhandlungen mit den Berliner und Wiener Philharmonikern zu stehen. Beide Orchester dementierten dies jedoch.

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