> > > Prozess um Geiger Stefan Arzberger bis August vertagt
Samstag, 15. Dezember 2018

Violinist hatte eine 64-jährige Frau in New York angegriffen

Prozess um Geiger Stefan Arzberger bis August vertagt

New York, . Der Prozess um den deutschen Geiger Stefan Arzberger ist nach einer ersten gerichtlichen Anhörung zunächst auf August vertagt worden. Wie sein Anwalt Nicholas Kaizer erklärte, soll bis dahin ein psychiatrisches Gutachten von Arzberger erstellt werden. Noch sei unklar, ob er die USA in dieser Zeit verlassen dürfe.

Arzberger wird vorgeworfen, Ende März während einer Tournee unbekleidet in das Hotelzimmer einer 64-jährigen Frau eingedrungen zu sein und diese fast zu Tode gewürgt zu haben. Arzberger hat die Vorwürfe zurückgewiesen, seinem Anwalt zufolge war er zuvor von einer Unbekannten unter Drogen gesetzt und ausgeraubt worden. Nach 30 Stunden in Haft kam er gegen die Zahlung einer Kaution von 100.000 US-Dollar wieder auf freien Fuß. Um die Gerichts- und Anwaltskosten zu finanzieren, erklärte Arzberger bereits, eine seiner Geigen verkaufen zu müssen.

"Stefan Arzberger ist ein rechtschaffener Bürger mit einer makellosen Vergangenheit, der sein Leben der Kunst gewidmet hat. Sein Führungszeugnis ist absolut sauber, und wir hoffen, dass es am Ende dieser Reise auch in New York absolut sauber bleibt", erklärte sein Anwalt bereits im April. Auch der Cellist des Leipziger Streichquartetts Matthias Moosdorf sieht Arzberger als Opfer eines schweren Verbrechens. Demnach sei er für fünf Stunden orientierungslos und ohne Bewusstsein gewesen. Mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen wollte Moosdorf keine weiteren Details nennen, erklärte jedoch im Namen des Ensembles seine Solidarität mit Arzberger (klassik.com berichtete).

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Theater Schwerin: Kritik an Theaterleitung
Gesellschafter fordern Fünf-Punkte-Plan zur Verbesserung der Situation (13.12.2018) Weiter...

Festspiele Erl: Vergleich mit Blogger Markus Wilhelm gescheitert
Blogger will Artikel nicht widerrufen (13.12.2018) Weiter...

Prix Jeunes Solistes für Perkussionistin Marianna Bednarska
Auszeichnung ist mit 25.000 Schweizer Franken dotiert (12.12.2018) Weiter...

Maximiliansorden für Komponist Jörg Widmann und Tenor Jonas Kaufmann
Bayern ehrt Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst (12.12.2018) Weiter...

Stuttgart: Kein Konzerthaus im Park der Villa Berg
SPD und Grüne stoppen Überlegungen des Oberbürgermeisters (12.12.2018) Weiter...

Hummel-Flügel vor Restauration
Instrument soll bis 2028 restauriert sein (11.12.2018) Weiter...

Theater Lübeck erhält Spende über 50.000 Euro
Opernproduktion soll mit Spendengeldern finanziert werden (11.12.2018) Weiter...

Komponist Nikolaus Brass erhält Lindauer Kulturpreis
Auszeichnung ehrt Kulturschaffende der Stadt (11.12.2018) Weiter...

Elbphilharmonie Hamburg: Letzte Wohnung ist verkauft
Appartment kostete 11 Millionen Euro (10.12.2018) Weiter...

Land Oberösterreich übernimmt Kosten nach Ausstieg aus Linzer Theatervertrag
Landestheater ohne finanzielle Ausfälle (10.12.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte) Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich