> > > Schriftsteller Peter Härtling wird Ehrenmitglied der Robert-Schumann-Gesellschaft
Freitag, 3. April 2020

Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig und Peter Härtling bei der Übergabe der Ernennungsurkunde, © Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt

Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig und Peter Härtling bei der Übergabe der Ernennungsurkunde, © Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt

Auszeichnung für Roman 'Schumanns Schatten'

Schriftsteller Peter Härtling wird Ehrenmitglied der Robert-Schumann-Gesellschaft

Frankfurt, . Professor Dr. Hans-Jürgen Hellwig, der Vorsitzende der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main hat den Schriftsteller Peter Härtling zum Ehrenmitglied ernannt. Hellwig würdigte die besondere literarische Leistung und die Verdienste um das Gedächtnis von Leben und Werk Robert Schumanns mit Härtlings Roman "Schumanns Schatten". Die Übergabe der Ernennungsurkunde fand nach dem Konzert des Schumann-Quartetts in der Frankfurter Villa Bonn statt.

Peter Härtling verbrachte seine Kindheit bei Chemnitz. Nach dem Krieg übersiedelte er nach Nürtingen, besuchte dort das Max-Planck-Gymnasium und wurde Volontär bei der Nürtinger Zeitung. 1948 lernte er in Nürtingen den Bildhauer Fritz Ruoff kennen, der zu seinem Mentor wurde. Ab 1954 war Härtling Redakteur bei der Heidenheimer Zeitung, der Deutschen Zeitung und bei der Zeitschrift Der Monat, deren Mitherausgeber er daraufhin bis zum Jahr 1970 war. 1967 war Härtling Cheflektor, von 1968 bis Ende 1973 in der Geschäftsleitung des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main. Seit 1974 arbeitet er als freier Schriftsteller. Von 1998 bis 2006 war Härtling Präsident der Hölderlin-Gesellschaft. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Akademie der Künste Berlin und des PEN-Zentrums Deutschland. Ihm wurden darüber hinaus zahlreiche Literaturpreise und Auszeichnungen anderer Art zuteil, wie z.B. im Jahr 2004 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nürtingen, in der auch ein privates Gymnasium nach ihm benannt wurde. Seit 2012 ist Härtling ehrenamtlich als "Botschafter" für die Deutsche Lungenstiftung tätig.

Die Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e.V. wurde am 6. Juli 1956 gegründet, wenige Wochen, bevor sich der Todestag von Robert Schumann zum 100. Male jährte. Zu den Gründern gehörten neben der Museums-Gesellschaft maßgebende Persönlichkeiten des Frankfurter Musiklebens, darunter der Arzt, Medizinprofessor und Stadtverordnete Max Flesch-Thebesius sowie der Pianist Professor Erich Flinsch. Die Gesellschaft verstand sich als Ergänzung der 1920 gegründeten Robert-Schumann-Gesellschaft in Zwickau, die nach 1945 ihre Aktivitäten hatte stark einschränken müssen. Ziel der Gesellschaft ist es, im Sinne von Robert Schumann die Musik zu pflegen, das Verständnis von Musik zu fördern und die Liebe zur Musik zu wecken. Wichtig ist ihr dabei die Förderung junger Künstler.

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