> > > Greifswald berät über Theater-Fusion und prüft zugleich Autonomie
Dienstag, 11. Dezember 2018

Bürgerschaft fällt ähnlichen Beschluss wie zuvor in Stralsund

Greifswald berät über Theater-Fusion und prüft zugleich Autonomie

Greifswald, . Die Bürgerschaft von Greifswald hat am Montag für Verhandlungen über ein "Staatstheater Nordost" gestimmt, gleichzeitig will sie jedoch auch eine Autonomie des Theaters Vorpommern prüfen lassen. Damit fällte sie eine ähnliche Entscheidung wie die Bürgerschaft von Stralsund im März, die ebenfalls beide Optionen offenhielt (klassik.com berichtete). Insgesamt stimmten 29 Abgeordnete für den Antrag von CDU, Bürgerliste/FDP, Piraten und dem Wählerbündnis "Kompetenz für Vorpommern". Zuvor war ein Antrag von Grünen und Linken abgelehnt worden, welcher die Eigenständigkeit des Theaters als singuläres Ziel formuliert hatte.

Erst vor wenigen Tagen hatte Neustrelitz den Plänen des Kultusministers Matthias Brodkorb (SPD) zur Fusion des Theaters Vorpommern mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz eine Absage erteilt. Allerdings erhielt auch das alternative Solidarmodell zum Erhalt aller vier Sparten der Theater und Orchester GmbH keine Mehrheit. Auch die Stadt Neubrandenburg hatte eine Entscheidung über die Fusion zunächst aufgeschoben. Einzig der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat bisher dem Fusionsmodell vorbehaltlos zugestimmt.

Die Pläne für ein "Staatstheater Nordost" stoßen in weiten Teilen von Mecklenburg-Vorpommern auf Kritik. Allein in Neustrelitz protestierten mehrfach bis zu 500 Bürger gegen die Fusion. Nach dem Willen der Landesregierung soll diese bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden, wobei 65 der derzeit 485 Stellen entfallen. Dabei würde Stralsund das Musiktheater, Greifswald Schauspiel und Ballett, Neubrandenburg die Philharmonie und Neustrelitz die zentralen Werkstätten, 25 Stellen im musikalischen Schauspiel sowie die Operettenfestspiele behalten.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Land Oberösterreich übernimmt Kosten nach Ausstieg aus Linzer Theatervertrag
Landestheater ohne finanzielle Ausfälle (10.12.2018) Weiter...

Demonstranten protestieren bei Saisoneröffnung der Mailänder Scala
Linke Aktivisten zünden Rauchbomben und kritisieren Innenminister Salvini (10.12.2018) Weiter...

Oper Frankfurt: Bürger-Stiftung will Neubau finanziell unterstützen
Neuer Standort für Opernhaus ist in Planung (10.12.2018) Weiter...

Blasphemie-Vorwürfe an Mailänder Scala
Bürgermeister fordert Streichung einer Szene (07.12.2018) Weiter...

Sopranistin Anna Netrebko auf ukrainischer 'Staatsfeinde'-Liste
Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender ebenfalls mit auf der Liste (07.12.2018) Weiter...

Stadt Linz steigt aus Theatervertrag aus
Theater reagiert enttäuscht (07.12.2018) Weiter...

Neue Verträge zur Finanzierung der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie vorgelegt
Fördersumme von 1,2 Millionen Euro wird von Land und Kreis jährlich gesteigert (06.12.2018) Weiter...

NRW fördert Theater und Orchester mit 25 Millionen Euro
Programm soll kommunale Einrichtungen bis 2022 unterstützen (06.12.2018) Weiter...

Festival Wien Modern 2018 mit Besucherrekord
Fast 31.500 Gäste besuchten die angebotenen Veranstaltungen (06.12.2018) Weiter...

Esa-Pekka Salonen wird Chef des San Francisco Symphony Orchestra
Vertrag in London läuft noch bis 2021 (06.12.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte) Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich