> > > Greifswald berät über Theater-Fusion und prüft zugleich Autonomie
Mittwoch, 20. Februar 2019

Bürgerschaft fällt ähnlichen Beschluss wie zuvor in Stralsund

Greifswald berät über Theater-Fusion und prüft zugleich Autonomie

Greifswald, . Die Bürgerschaft von Greifswald hat am Montag für Verhandlungen über ein "Staatstheater Nordost" gestimmt, gleichzeitig will sie jedoch auch eine Autonomie des Theaters Vorpommern prüfen lassen. Damit fällte sie eine ähnliche Entscheidung wie die Bürgerschaft von Stralsund im März, die ebenfalls beide Optionen offenhielt (klassik.com berichtete). Insgesamt stimmten 29 Abgeordnete für den Antrag von CDU, Bürgerliste/FDP, Piraten und dem Wählerbündnis "Kompetenz für Vorpommern". Zuvor war ein Antrag von Grünen und Linken abgelehnt worden, welcher die Eigenständigkeit des Theaters als singuläres Ziel formuliert hatte.

Erst vor wenigen Tagen hatte Neustrelitz den Plänen des Kultusministers Matthias Brodkorb (SPD) zur Fusion des Theaters Vorpommern mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz eine Absage erteilt. Allerdings erhielt auch das alternative Solidarmodell zum Erhalt aller vier Sparten der Theater und Orchester GmbH keine Mehrheit. Auch die Stadt Neubrandenburg hatte eine Entscheidung über die Fusion zunächst aufgeschoben. Einzig der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat bisher dem Fusionsmodell vorbehaltlos zugestimmt.

Die Pläne für ein "Staatstheater Nordost" stoßen in weiten Teilen von Mecklenburg-Vorpommern auf Kritik. Allein in Neustrelitz protestierten mehrfach bis zu 500 Bürger gegen die Fusion. Nach dem Willen der Landesregierung soll diese bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden, wobei 65 der derzeit 485 Stellen entfallen. Dabei würde Stralsund das Musiktheater, Greifswald Schauspiel und Ballett, Neubrandenburg die Philharmonie und Neustrelitz die zentralen Werkstätten, 25 Stellen im musikalischen Schauspiel sowie die Operettenfestspiele behalten.

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