> > > Dirigent und Saxophonist John-Edward Kelly gestorben
Sonntag, 21. April 2019

Gründer des Arcos Orchestra New York starb im Alter von 56 Jahren

Dirigent und Saxophonist John-Edward Kelly gestorben

Miami, . Der Dirigent und Saxophonist John-Edward Kelly ist tot. Er starb im Alter von 56 Jahren und hinterlässt eine Frau und vier Kinder. Internationale Bekanntheit erlangte Kelly als Saxophon-Virtuose, der zahlreiche zeitgenössische Komponisten zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Instrument anregte und über 200 Werke zum ersten Mal aufführte. Auch als Dirigent genoss er großes Ansehen. Er gründete 2005 zusammen mit der Geigerin Elissa Cassini das Arcos Orchestra New York, das bei Tourneen weltweit Renommee erlangte.

John-Edward Kelly wurde 1958 in San Francisco (USA) geboren. Er studierte Klarinette, Dirigieren und Philosophie. Prägenden Einfluss übten auf den jungen Musiker vor allem George Szell und Adolf Busch aus. 1981 wurde er auf Einladung von Sigurd Raschèr Mitglied des Raschèr Saxophone Quartets. 1994 gründete der Spezialist für zeitgenössische Musik das Alloys Ensemble, zehn Jahre später das Kelly Quartet. 2005 legte er den Grundstein des Arcos Orchestra New York. Neben seiner Laufbahn als Saxophonsolist und Dirigent zahlreicher renommierter Klangkörper (darunter die Staatskapelle Dresden, die Philharmonischen Orchester von Helsinki, Stockholm und München sowie Radio-Sinfonieorchester in München, Stuttgart, Frankfurt, Saarbrücken) unterrichtete er an der Hochschule für Musik Düsseldorf (1996 bis 2003) zeitgenössische Kammermusik und an der Norwegischen Musikakademie Oslo Saxophon und Kammermusik (2000 bis 2005). Kelly führte zahlreiche Saxophonwerke zum ersten Mal auf und zeichnete auch für Ersteinspielungen verantwortlich. 1999 wurde er in die Königliche Musikakademie Schwedens aufgenommen.

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