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Mittwoch, 19. Januar 2022

Parsifal wird in argentinische Regiehände gegeben

Teatro Colon erteilt Katharina Wagner eine Absage

Buenos Aires, . Die Neuinszenierung von Wagners "Parsifal", die im kommenden Dezember am Teatro Colon in Buenos Aires in Premiere gehen wird, sollte ursprünglich in den Händen von Katharina Wagner liegen. Nun entzog laut Medienberichten der neu installierte Intendant des traditionsreichen Opernhauses der Bayreuther Festspielchefin den Regieauftrag und vergab ihn an den argentinischen Regisseur Marcelo Lombardero. Als Grund führte der Intendant des Teatro Colon an, er wolle etwas "künstlerisch stärkeres" für den "Parsifal". Lombardero zu engagieren sei darin begründet, dass er in der "Regie ein höheres Niveau als Katharina Wagner erreicht", so der Intendant des Teatro Colon. Zur Ausladung Katharina Wagners dürften zudem die Missstimmungen beigetragen haben, die die Wagner-Urenkelin 2012 in Argentinien verursachte. Sie war vor zwei Jahren kurzfristig von einem "Ring"-Projekt abgesprungen (klassik.com berichtete).

Katharina Wagner wies derweil in einem Interview mit einem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender darauf hin, dass sie bislang nicht die Möglichkeit erhalten habe, ihr Regiekonzept am Teatro Colon vorzustellen. Zudem lasse sich der Regievertrag zwischen ihr und dem Theater, das ihren Aussagen nach in Zahlungsschwierigkeiten stecke, nicht einseitig aufkündigen.

Katharina Wagner wurde am 21. Mai 1978 als Tochter von Wolfgang Wagner in Bayreuth geboren. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften an der Freien Universität in Berlin, war sie als Regieassistentin bei Harry Kupfer an der Berliner Staatsoper aber auch für die Bayreuther Festspiele tätig. 2008 trat sie zusammen mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier in die Fußstapfen ihres Vaters, gemeinsam übernahmen sie die Leitung der Bayreuther Festspiele.

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