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Freitag, 20. April 2018

Traditioneller Feiertag wichtiger als Weltausstellung

Gewerkschaft will Scala-Vorstellung zur Expo-Eröffnung boykottieren

Mailand, . Die Gewerkschaft "Confederazione Italiana del Lavoro" (CGIL) hat gedroht, die Vorstellung der Mailänder Scala zur Eröffnung der Weltausstellung Expo 2015 zu boykottieren, da diese auf den 1. Mai als Tag der Arbeit fällt. Nach dem Arbeitskampf im letzten Jahr und den nun erfolgten Gehaltskürzungen sei die Forderung nach Arbeit am 1. Mai eine Dreistigkeit. Da es sich bei dem Feiertag um das individuelle Recht eines jeden Arbeitnehmers handele, könnten die Gewerkschaften ohnehin nicht verhandeln. Die Scala müsse stattdessen jeden Mitarbeiter einzeln fragen, ob er an dem Tag arbeiten wolle oder nicht. Geplant ist die Aufführung von Giacomo Puccinis "Turandot" mit dem Ende von Luciano Berio unter der Leitung von Riccardo Chailly.

Zwei andere Gewerkschaften der Scala haben unterdessen ihre Unterstützung für die Vorstellung am 1. Mai signalisiert. Bei einer Mitgliederversammlung habe es keine Einwände gegen eine solche Vorstellung gegeben, da man sich über die Bedeutung der Expo und der Gelegenheit für die Scala bewusst sei, so Giuseppe Nastasi von der Gewerkschaft "Federazione Italiana Autonomie Locali e Sanità" (FIALS). Auch die Regierung bat die Gewerkschaft CGIL, ihre Haltung zu überdenken. Kulturminister Dario Franceschini betonte die Bedeutung des Ereignisses und Einzigartigkeit des Anlasses. Berichten zufolge haben insgesamt bereits 95 Prozent der Musiker ihre Zustimmung signalisiert. Ihre Arbeit am 1. Mai soll demnach mit dem 1,4-fachen Gehalt entlohnt werden, technische und administrative Arbeiter sollen sogar das doppelte Gehalt erhalten.

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