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Dienstag, 21. Mai 2019

Finnischer Sänger in Hamburg verstorben

Bassbariton Tom Krause mit 79 Jahren gestorben

Hamburg, . Der finnische Bassbariton Tom Krause ist am vergangenen Freitag im Alter von 79 Jahren in Hamburg gestorben. Krause hatte nach über 50 Jahren 2002 seine Opernkarriere beendet.

Tom Gunnar Krause wurde am 05. Juli 1934 in Helsinki geboren. Er studierte zunächst Medizin in Helsinki. 1956 wechselte er zum Gesangsstudium nach Hamburg und an die Wiener Musikakademie. Seinen ersten großen Auftritt hatte er 1963 in Benjamin Brittens "War Requiem". Danach folgten Konzerte in Boston, New York sowie Tourneen durch die USA und Kanada. 1968 wurde er von Herbert von Karajan eingeladen, bei den Salzburger Festspielen für den verhinderten Nikolai Ghiarov als Don Giovanni einzuspringen. Krause trat danach 20 Jahre regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auf. 1971 komponierte Samuel Barber für ihn das Stück "The Lovers", ein Oratorium für Solobariton und Chor. Krause trat nahezu in allen großen Opernhäusern der Welt auf, von seinen über 100 Einspielungen wurden einige mit Auszeichnungen gekürt u.a. mit dem Bach-Preis für seine Bach-Aufnahmen mit Karl Münchinger und dem Stuttgarter Kammerorchester, seine Aufnahme von Carmen mit Marilyn Horne erhielt den National Academy of Recording Arts and Science, als beste Opernaufnahme des Jahres 1973. 1990 erhielt er den Orden des Löwens - die höchste Auszeichnung für kulturelle Verdienste in Finnland. Ab 1980 gab er außerdem noch Meisterkurse in den USA und Europa, ab 1989 war er auch als Gastprofessor an der Sibelius-Akademie in Helsinki tätig. Von 1994 bis 2001 arbeitete er als Professor an der Hamburger Musikhochschule. In Anerkennung seiner Arbeit erhielt er von der Universität Helsinki einen Ehrendoktortitel für Musik, die Sibelius-Akademie zeichnete ihn mit der Sibelius-Medaille aus.

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