> > > Eigenheim I: Verdi-Residenz in Italien soll verkauft werden
Sonntag, 27. Mai 2018

Giuseppe Verdi

Italienische Medien vermuten Verkauf an russische oder chinesische Investoren

Eigenheim I: Verdi-Residenz in Italien soll verkauft werden

Busseto, . Der Palazzo Orlandi im italienischen Busseto, welcher einst als Residenz des Komponisten Giuseppe Verdi fungierte, steht zum Verkauf. Giuseppe Verdi, dessen 200. Geburtstag in diesen Tagen gefeiert wird, kaufte das neo-klassizistische Gebäude im Jahr 1845 und lebte dort von 1849-1851 mit seiner zweiten Frau, Josephine Strepponi. In der Villa entstanden die Opern "Rigoletto", "Luisa Miller", "Stiffelio" und "Der Troubadour". Die jetzige Eigentümer-Familie hatte zuletzt ein Verdi-Museum in dem Gebäude betrieben, die Kosten für den Betrieb jedoch nicht mehr aufbringen können.

Laut italienischen Presseberichten soll es der Familie nicht möglich gewesen sein, einen italienischen Käufer zu finden. Deshalb sei nun eine Mailänder Immobilienagentur mit dem Verkauf beauftragt worden. Zwar sei diese gebeten worden, italienische Institutionen beim Kauf vorzuziehen, allerdings wird vermutet, dass das Anwesen aufgrund der guten Kontakte der Agentur nach Russland und China künftig nicht mehr in italienischem Besitz verbliebe. Gegen den Verkauf ins Ausland formiert sich nun der Protest. Kritisiert wird unter anderem die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen den Erbfamilien und dem Staat. Letzterer würde diese bei der Erhaltung des Erbes nicht ausreichend unterstützen

Giuseppe Verdi wurde am 10. Oktober 1813 in dem kleinen italienischen Städtchen Le Roncole bei Busseto geboren. Schon während der Schulzeit komponierte Verdi eine Vielzahl von Märschen und Ouvertüren. Er erhielt eine musikalische Ausbildung in Mailand bei Vincenzo Lavigna und im Jahr 1836 seine erste Anstellung als "Maestro di Musica" in Busseto. Sein Durchbruch gelang ihm 1842 mit der Uraufführung der Oper "Nabucco" an der Mailänder Scala. Die Karriere als bedeutendster italienischer Opernkomponist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging weiter mit "Rigoletto" (1851), "Il trovatore" (1853) und "La Traviata" (1853). Verdi starb während eines Aufenthaltes in Mailand am 27. Januar 1901.

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