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Donnerstag, 22. November 2018

Langjähriger Vizepräsident der Musikhochschule Hamburg gestorben

Pionier der deutschen Musiktherapieausbildung Johannes Eschen verstorben

Hamburg, . Der langjährige Vizepräsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und Pionier der deutschen Musiktherapieausbildung Prof. Dr. h.c. Johannes Eschen ist überraschend am Tage seines 85. Geburtstags am 16. Juni 2013 in Wien gestorben.

Johannes Th. Eschen hatte an der Hochschule von 1974 bis 1990 eine Professur für Musiktherapie inne. Er war seinerzeit der einzige Lehrstuhlinhaber dieses Faches in Deutschland und gilt als einer der frühen Pioniere der Musiktherapieausbildung. Das Wirken Eschens war geprägt durch die Entwicklung und Einrichtung der neuen und wichtigen Disziplin Musiktherapie als künstlerischer Psychotherapie in Praxisforschung und Lehre. Er stellte dabei die frei improvisierte Musik in das Zentrum musiktherapeutischen Begleitens von Patienten. Auch heute noch ist das von ihm in seinem letzten Amtsjahr zusammen mit dem damaligen Präsidenten der Hochschule Hermann Rauhe und seinem Amtsnachfolger Hans-Helmut Decker-Voigt eingerichtete Institut für Musiktherapie ein wichtiger Schwerpunkt der Hamburger Musikhochschule.

Eschen wurde in einem evangelischen Pfarrhaus geboren, war zunächst als Kirchenmusiker tätig, um dann an der Guildhall School London Musiktherapie zu studieren. Nach seiner Lehrtätigkeit als Musiktherapieprofessor an der Evangelischen Fachhochschule Hannover wurde er 1974 an die Hamburger Musikhochschule berufen. Er hatte viele Jahre den Vorsitz in der Deutschen Gesellschaft für Musiktherapie inne, die ihn mit dem Ehrenvorsitz für sein Lebenswerk ebenso ehrte wie 1998 die Hochschule mit der Ehrendoktorwürde.

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