> > > Frühes Streichquartett von Max Bruch aufgetaucht
Donnerstag, 22. Oktober 2020

Jugendwerk von Josef Rheinberger ist ebenfalls unter den Funden

Frühes Streichquartett von Max Bruch aufgetaucht

Frankfurt, . Die Musikwissenschaftlerin Ulrike Kienzle hat ein bislang verschollen gelaubtes Streichquartett des Komponisten Max Bruch (1838-1920) entdeckt. Kienzle fand das Werk bei der Recherche für ein Buch zum 175-jährigen Bestehen der Frankfurter Mozart-Stiftung. Bruch hatte sich 1852 im Alter von 14 Jahren mit dem Streichquartett bei der Stiftung um ein Stipendium beworben. Bislang waren von ihm nur zwei Werke dieser Gattung bekannt. In den Dokumenten aus dem Jahr 1851 tauchte ebenfalls ein Jugendwerk des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) auf. Dabei handelt es sich um ein "Kyrie".

Der Komponist Max Bruch wurde 1838 in Köln geboren. Nach einer musikalischen Grundausbildung durch seine Mutter erhielt er von 1853 bis 1857 ein Stipendium der Frankfurter Mozartstiftung. Anschließend arbeitete er als Musiklehrer in Köln und unternahm ab 1861 Studienreisen, unter anderem nach Berlin, Wien, Dresden und München. Von 1865 bis 1867 war er Musikdirektor in Koblenz, später Hofkapellmeister in Sondershausen, Dirigent des Stern'schen Gesangsvereins in Berlin und der Philharmonic Society in Liverpool, Leiter des Breslauer Orchestervereins und der akademischen Meisterschule an der Kompositionsabteilung der Berliner Akademie. Der Schwerpunkt in Bruchs kompositorischem Schaffen liegt in großen chorsinfonischen Werken. Seine bekanntesten Werke sind das Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll op. 26 sowie die "Schottische Fantasie". Max Bruch starb am 2. Oktober 1920 in Berlin.

Josef Gabriel Rheinberger wurde 1839 in Vaduz / Liechtenstein geboren. Mit zwölf Jahren ging er für seine musikalische Ausbildung nach München, wo er sein gesamtes weiteres Leben als Komponist und Musikpädagoge verbrachte. Bis zu seinem 19. Lebensjahr hatte er 124 Kompositionen vollendet. Bevor er 1867 zum Professor für Orgel und Kontrapunkt an der von Richard Wagner erneuerten königlichen Musikschule ernannt wurde, verfolgte er wechselnde Tätigkeiten, unter anderem als Organist und Repetitor. In seiner neuen Arbeit erlangte er bald internationales Ansehen und unterrichtete Komponisten wie Engelbert Humperdinck. 1877 wurde Rheinberger in München zum Dirigenten der königlichen Vokalkapelle ernannt. Der zu Lebezeiten mit zahlreichen Auszeichnungen versehene Rheinberger verstarb 1901 in München.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Max Bruch
Portrait Joseph Rheinberger

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