> > > Oscar-Preisträger Christoph Waltz inszeniert eine Oper
Freitag, 14. Dezember 2018

Opernliebhaber Waltz versucht sich am "Rosenkavalier"

Oscar-Preisträger Christoph Waltz inszeniert eine Oper

Berlin, . Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz arbeitet derzeit an einer Inszenierung vom "Rosenkavalier" von Richard Strauss, die zu Beginn der nächsten Spielzeit an der Vlaamse Opera in Antwerpen zu sehen sein wird. Bisher war der zweifache Oscarpreisträger neben dem aktiven Schauspiel bereits als Film- und Theaterregisseur tätig, eine Operninszenierung ist jedoch Neuland für ihn. Waltz freut sich über die Gelegenheit zu diesem "Experiment": "Näher an die Musik, als eine Oper zu inszenieren, werde ich wohl nicht herankommen." Vom modernen Regietheater hält er jedoch wenig: "Ich habe nichts damit gewonnen, wenn ich den Rosenkavalier zukleistere mit postmodernem Müll und das dann dreimal im Kreis herumfahren lasse." Für das Projekt wird Waltz mit dem Antwerpener Generalmusikdirektor Dmitri Jurowski, Bühnenbildnerin Annette Murschetz und Kostümbildnerin Eva Maria Dessecker zusammenarbeiten. Die Produktion wird 2016 vom Royal Opera House Covent Garden übernommen, mit Renée Fleming als Marschallin und Andris Nelsons am Dirigentenpult.

Christoph Waltz wurde am 4. Oktober 1956 in Wien geboren. Er stammt aus einer Theaterfamilie, seine Eltern waren Kostüm- und Bühnenbildner, seine Großeltern Schauspieler am Burgtheater. Seine Ausbildung zum Schauspieler machte er am Max-Reinhard-Seminar in Wien und am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. Im Jahr 1977 stand er erstmals in seiner Heimatstadt auf der Bühne. Es folgten Engagements in Zürich und Köln, außerdem spielte er in Frankfurt, Hamburg und Salzburg. Seit den späten 1970er Jahren tritt er vermehrt in Fernseh- und Kinofilmen sowie in Krimiserien auf. Zu Beginn der 1990er Jahre drehte er immer öfter auch für internationale Produktionen. Seinen internationalen Durchbruch erreichte Waltz in Quentin Tarantinos Film "Inglorious Basterds" 2009. Für die Rolle des Hans Landa erhielt er unter anderem den Golden Globe und den Oscar. Weitere US-amerikanische Produktionen schließen "Wasser für die Elefanten" und "Der Gott des Gemetzels" ein. Seinen zweiten Oscar gewann er 2013 für den Tarantino-Film "Django Unchained". Weitere Auszeichnungen schließen den Adolf-Grimme-Preis 2002 und 2004, den Deutschen Fernsehpreis 2003 und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2011 ein.

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