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Mittwoch, 18. Juli 2018

Der Komponist Thomas Pehlken

Vorwort

Hundert Meisterwerke

"Was muß man kennen?" ist in bezug auf Literatur, Kunst oder Musik eine häufig gestellte Frage. Eindeutig wird sie sich niemals beantworten lassen, doch kann dem Musikinteressierten diese Reihe von hundert Werken als Orientierung dienen.

Für klassik.com hundert bedeutende Musikwerke unseres Kulturraumes vorzustellen ist für mich eine große Herausforderung. Die Auswahl fiel mir keineswegs leicht, doch um einen abgeschlossenen Rahmen zu schaffen, war die Beschränkung auf hundert Werke notwendig. Natürlich gibt es wesentlich mehr an hervorragender Musik, doch da sich klassik.com an ein breites Publikum richtet, war ich bemüht, nicht nur Meilensteine der Musikgeschichte zu dokumentieren, sondern auch das aktuelle Repertoire des Musiklebens zu berücksichtigen. Kenner wissen, daß sich diese beiden Sachverhalte nicht unbedingt decken müssen.

Die Vorstellung der Werke erfolgt in chronologischer Reihenfolge und beginnt im 14. Jahrhundert mit Guillaume de Machauts "Messe de Nostre Dame". Während die zeitlichen Abstände der zuerst vorgestellten Werke noch relativ groß sind, kommt es in den bekannteren Epochen wie beispielsweise der "Wiener Klassik" zu einer dichteren zeitlichen Abdeckung - das Jahr 1791 ist gleich mit drei Werken vertreten. Die Freunde der Alten Musik mögen mir diese Vorgehensweise verzeihen, aber will man die gesamte Musikgeschichte (seit der Gotik) berücksichtigen, braucht man den berühmten "Mut zur Lücke". Allein die Franko-flämische Schule (ca. 1400-1600) hat uns weit mehr als hundert Meisterwerke hinterlassen, wird heute jedoch eher von einem kleineren Kreis gehört und ist deshalb mit nur zwei Werken in dieser Reihe vertreten. Durchaus häufiger vertreten ist neben dem Barock, der Klassik und der Romantik das 20. Jahrhundert, das bereits bei Folge 65 erreicht wird und somit einen Schwerpunkt meiner Auswahl darstellt. Das letzte Werk in dieser Reihe wurde 1985 veröffentlicht und kann bereits in die großen Werke der Musikgeschichte eingereiht werden. Mancher Leser wird sich vielleicht wundern, daß so bedeutende Werke wie Bachs "Kunst der Fuge" oder Beethovens späte Streichquartette nicht in dieser Reihe erscheinen, doch ist deren Grad an Komplexität so hoch, daß sie dem Großteil unserer Leser nur schwer zugänglich sein dürften. Die hier vorgestellten Werke sollen nicht nur gehört, sondern auch weitestgehend verstanden werden können.

Jede Besprechung wird durch Bildmaterial, historische Hintergrundinformationen und ausgewählte Klangbeispiele ergänzt. Die grundlegenden biografischen Daten der einzelnen Komponisten waren bereits in der Komponistengalerie bei klassik.com vorhanden und wurden deshalb im Text durch ein Link verknüpft.

Ich hoffe, viele neugierige Internetnutzer werden die Reihe "Hundert Meisterwerke" mit Interesse verfolgen und mir unter redaktion@klassik.com ihre Meinung mitteilen.


Viel Spaß beim Lesen und Zuhören wünscht Ihnen

Ihr
Thomas Pehlken

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