> > > Sonate Pathétique
Freitag, 14. Dezember 2018

Ludwig van Beethoven

Sonate Pathétique

Der junge Beethoven wurde zunächst als Klaviervirtuose bekannt, wobei man vor allem sein Talent zu improvisieren bewunderte. So führte dann auch Beethovens Weg als Komponist über das Tasteninstrument, das in seinem Schaffen eine zentrale Stellung einnimmt. Beethovens 32 Klaviersonaten, darunter besonders die Sonate Pathétique, gehören heute zu den meistgespielten Werken der klassischen Klaviermusik.


Sein erstes öffentliches Konzert als Pianist gab Beethoven als Siebenjähriger, seine erste Komposition erschien im Druck, als er elf Jahre alt war, und mit dreizehn war das junge Talent bereits kurfürstlicher Hofmusiker mit einem Jahresgehalt von 150 Florin. Beethoven war aber kein Wunderkind vom Format Mozarts, ihm fiel gerade das Komponieren nicht leicht, wie seine vielen Skizzen beweisen. Während Mozart aufgrund seines überragenden Talentes einen fast spielerischen Umgang mit der Musik pflegte, war die Tonkunst für Beethoven eine sehr ernste Angelegenheit. Zwar finden sich auch in seinem Werk Übermut und Humor, doch gerade in tiefsinnigen Werken ist Beethoven am persönlichsten. Schon seine oben erwähnte Erstveröffentlichung, es handelt sich dabei um Variationen über einen Marsch des damals nicht unbekannten Komponisten Dreßler, zeigt in einem Frühstadium typische Vorlieben des Komponisten: Es handelt sich um eine Komposition für das Klavier, als Thema verwendet Beethoven einen Marsch, eine Gattung also, wie sie sich in seinen späteren Werken noch öfter zeigen wird, so zum Beispiel in der dritten, fünften, siebten und neunten Sinfonie oder der Klaviersonate op. 26. Dieses erste Variationswerk steht am Anfang einer Serie von Meisterwerken, denn gerade in der Variationskunst blieb Beethoven, der seine Musik bis in die kleinste Zelle organisierte, unerreicht. Schließlich wäre auch noch die Tonart c-moll zu bemerken, die dem Komponisten eine besondere Inspirationsquelle war. Es ist die Tonart berühmter Werke, wie der fünften Sinfonie, der letzten Klaviersonate, des dritten Klavierkonzerts, der Egmont-Ouvertüre oder der Sonate Pathétique. Auch seine früh entwickelte Improvisationskunst zeigt sich ebenso in den Dreßler-Variationen wie in späteren Klavierwerken und offenbart uns die Arbeitsweise Beethovens, der gerade in seiner ersten Schaffensperiode am Klavier experimentierte und anschließend seine Ideen zu Papier brachte. So ist Beethovens Klaviermusik dann auch viel pianistischer als die seiner Vorgänger.

Der 16jährige Beethoven (Silhouette)
Der 16jährige Beethoven (Silhouette)

Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte) Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich