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Donnerstag, 21. November 2019

Wolfgang Amadeus Mozart

Requiem


Noch in schwerkrankem Zustand arbeitete Mozart am Requiem, konnte es aber nicht mehr vollenden. In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 1791 starb Mozart 35jährig nach mehrmaligem, damals üblichem, Aderlaß. Es gab keine offizielle Beerdigung, Mozart starb arm und wurde in einem Massengrab beigesetzt. Constanze Mozart bat zunächst Franz Eybler, das Requiem zu vollenden. Eybler, ein von Mozart geschätzter Komponist, willigte zunächst ein, schickte die Partitur aber wenig später wieder zurück. Auch andere Musiker lehnten die Arbeit an Mozarts Fragment ab und Constanze, in Sorge, den Vorschuß des Grafen zurückzahlen zu müssen, überredete schließlich Süßmayr und verkaufte dem mysteriösen Boten später das fertige Requiem als ein komplett von Mozart komponiertes Werk. Süßmayr nutzte zum Teil die von Mozart bereits verwendetem Themen und Motive, war aber auch auf eigene musikalische Ideen angewiesen. Daß Süßmayr, dessen Kompositionen heute völlig vergessen sind, das Werk nicht auf dem Niveau eines Mozart vollenden konnte, hat im Verlauf der Geschichte zu einer ambivalenten Einstellung diesem Requiem gegenüber geführt. Bis heute gibt es Versuche, Mozarts Fragment besser zu ergänzen, doch die Süßmayr-Fassung ist immer noch die verbreitetste. Constanze sorgte wahrscheinlich in erster Linie für die Vollendung des Werkes, weil sie auf das Geld des Grafen angewiesen war. Bevor Walsegg-Stuppach das Requiem (erst!) am 14. Dezember 1793 unter seinem Namen aufführen konnte, hatte bereits die Uraufführung unter Mozarts Namen in Wien stattgefunden. Der Graf soll darüber sehr verstimmt gewesen sein, konnte sich aber aufgrund seiner unehrenhaften Lage nicht beklagen. Constanze Mozart erwies sich nun als geschäftstüchtig und bot Abschriften des letzten Mozartwerkes zum Verkauf an. Sie überwand die schwierige finanzielle Situation nach dem Tod ihres Mannes und nach einigen Jahren war ist sogar in der Lage, einer Freundin eine höhere Summe Geld zu leihen.

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