> > > Sinfonie Nr. 41 ('Jupiter')
Freitag, 14. Dezember 2018

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 41 ('Jupiter')

Das Finale der letzten Sinfonie Mozarts, die drei Jahre vor seinem Tod entstand, zeigt die Meisterschaft des Komponisten in einer besonderen Weise. Mozart offenbart sich als Kontrapunktiker der alten, barocken Schule und spricht doch seine eigene, klassische Sprache. Die Jupitersinfonie ist ein Werk, mit dem Mozart in die Musikgeschichte zurückblickte und gerade damit zukunftsweisend war.


Zwar komponierte Mozart 41 Sinfonien, doch lediglich ein Viertel davon wird heute noch regelmäßig aufgeführt. Das, was wir heute unter einer klassischen Sinfonie verstehen, hat sich erst in den letzten Sinfonien Mozarts herausgebildet - nämlich das viersätzige Orchesterwerk mit einem von der Sonatensatzform geprägten ersten Satz, einem langsamen zweiten, einem Menuett als dritten und einem schnellen Finalsatz. Mozart komponierte seine erste Sinfonie (KV 16) im Alter von neun oder zehn Jahren und stand damals stark unter dem Einfluß anderer Komponisten, denen er nacheiferte. Mit unermüdlichem Fleiß entstand eine Sinfonie nach der anderen, im Jahr 1770 schrieb Mozart fünf Sinfonien und 1773 waren es sogar sieben. Stetig hatte sich der junge Komponist weiterentwickelt und hatte sowohl eine satztechnische Meisterschaft als auch eine individuelle Tonsprache hervor gebracht. Seine Sinfonien waren nun nicht mehr dreisätzig wie die seines früheren Vorbildes Johann Christian Bach, sondern wurden um ein Menuett vorm Finalsatz erweitert. Einen ersten Höhepunkt in dieser Gattung erreichte Mozart mit der Sinfonie in g-moll (KV 183). Mozart war gerade erst 17 Jahre alt und trotz aller Meisterschaft zeigt sich noch der Einfluß Joseph Haydns, eines Komponisten, der für die Geschichte der Sinfonie von überragender Bedeutung ist. Ab 1774 wendete sich der Komponist für vier Jahre anderen Gattungen zu und komponierte in dieser Zeit unter anderem die nicht so bekannten Divertimenti. In den Divertimenti für Blasinstrumente experimentiert Mozart mit den klanglichen Möglichkeiten dieser Instrumentengruppe und die hier gesammelten Erfahrungen gingen in die Sinfonien ein, die nach 1778 entstanden. Hier zeigt sich ein wesentlicher Unterschied zwischen den frühen und den späten Mozart-Sinfonien: In den frühen Werken kommen den Bläsern eher dekorative, klangliche Aufgaben zu, während das Streichorchester die musikalischen Themen und Motive gestaltet. Später dann werden die Blasinstrumente stärker in das musikalische Geschehen einbezogen, werden selbständiger und besonders die Holzbläser gewinnen an Bedeutung. Nach 1781, Mozart war inzwischen nach Wien übergesiedelt, schrieb der Komponist dann seine heute berühmten Sinfonien: die Haffner-Sinfonie (1782), die in vier Tagen komponierte Linzer Sinfonie (1783), die Prager Sinfonie (1786) und schließlich die Sinfonien 39 bis 41, die innerhalb von sechs Wochen im Sommer 1788 entstanden. Die letzten beiden, die Sinfonie g-moll (KV 550) und die Jupitersinfonie (KV 551), sind wohl die bekanntesten Orchesterwerke Mozarts.

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