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Mittwoch, 3. Juni 2020

Musik-Lexikon

Affektenlehre

Lehre der Typisierbarkeit von Emotionen durch Musik

Barocke, an antike Vorstellungen der Typisierbarkeit von Emotionen durch Musik anknüpfende Lehre, die eine musikalische Rhetorik in Gestalt systematischer Entsprechungen von menschlichen Gefühlszuständen und musikalischen Formeln (Figuren) postulierte (HauptvertreterZarlino, Monteverdi, Kircher, Mattheson). Mit seiner ästhetischen Streitschrift "Vom Musikalisch-Schönen" erteilte der Wiener Kritiker Hanslick Mitte des 19. Jahrhunderts im Zeichen der aufkommenden Programmmusik jeder musikalischen Übersetzbarkeit von Affekten eine prinzipielle Absage.


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