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Montag, 15. Juli 2019

Musik-Lexikon

Note

graphische Darstellung von Tönen

lat. "nota" = "Zeichen", entsprechend heißt "Notation" Aufzeichnung: graphische Darstellung von Tönen. Die Notenschrift als bisher praktikabelstes Darstellungsmittel für Klänge von beliebiger Komplexität wurde im Mittelalter entwickelt und verdrängte im Verlauf des 11. Jahrhunderts das statische und komplizierte System von Neumen, in denen feststehende Tonfolgen kodifiziert wurden. Der jeweiligen Höhe einer Note auf bzw. zwischen einzelnen Notenlinien entspricht eine bestimmte Tonhöhe. Die lückenlose Darstellung von tiefsten bis zu höchsten Tönen erfolgt in einer nicht zwischen Ganz- und Halbtonschritten unterscheidenden, treppenförmig ansteigenden Anordnung der Noten innerhalb des seit ca. 1500 fünfzeiligen Notenliniensystems (bzw. auch außerhalb, dann mit Hilfslinien). Notennamen sind im Englischen die ersten sieben Buchstaben des lateinischen Alphabets, im deutschsprachigen Raum wurde "b" zu "h" umdefiniert. Mit Hilfe von Versetzungszeichen (# und b) können alle weiteren Halbtöne dargestellt werden; die Tonnamen werden je nach Vorzeichen mit den Endsilben -es (b) bzw. -is (#) versehen (im englischsprachigen Raum wird dem Notennamen beim Vorzeichen b "flat" und bei # "sharp" hinzugefügt ("des" = "d flat" und "dis" = "d sharp"). Für engere Intervalle (z. B. Vierteltöne), die erst in der Musik des 20. Jahrhundert relevant sind, gibt es Sonderzeichen. Notenschlüssel definieren den Tonhöhenraum des Notenliniensystems vorweg. Tonfolgen werden aus Einzelnoten wie Worte aus Einzelbuchstaben in Leserichtung (von links nach rechts) gebildet. Die Tondauer geht aus der Gestalt der Note hervor (offen oder ausgefüllt, mit oder ohne Notenhals, ggf. mit 1-4 oder 5 Fähnchen bzw. in einfacher bis vier- oder fünffacher Balkenverbindung mit weiteren Noten). Erst die Mensuralnotation des 13. Jahrhunderts ermöglichte die Festlegung der absoluten Dauer eines Einzeltones mittels einer Einzelnote; aus der ihr vorausgegangenen Modalnotation gingen nur relative zeitliche Werte im Verhältnis mehrerer Töne zueinander hervor. Die heutige konventionelle,, im 17. Jahrhundert etablierte Notation legte die Semibrevis als Ganze Note (Vierschlagnote) fest. Die nächstniedrigeren Werte sind Halbe (früher: Minima), Viertel (früher: Semiminima), Achtel (früher: Fusa) und Sechzehntel (früher: Semifusa). Während die moderne Notenschrift im Gegensatz zur Mensuralnotation noch kleinere Werte kennt (Zweiunddreißigstel, Vierundsechzigstel usw.), sind größere Notenwerte (frühere Brevis/ Longa/ Maxima = heute 2/ 4/ 8 Ganze Noten) ganz aus der modernen Notation verschwunden.


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