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Mittwoch, 3. Juni 2020

Musik-Lexikon

Atonalität

fehlende Tonalität in Kompositionen des 20. Jahrhunderts

fehlende Tonalität (lat. "a(b)" = "fern", "davon"): im 20. Jahrhundert entwickelte prinzipielle Abkehr von der traditionellen Tonalität. Diese Tonalität war dadurch definiert, dass ein funktionsharmonischer Bezug aller klanglichen Ereignisse zu letztlich einem Zentral- oder Grundton innerhalb des Dur-Moll-Systems bestand. Die Zwölftontechnik ("Dodekaphonie") - im Umkreis von Schönberg und der sogenannten Zweiten Wiener Schule (unabhängig von und parallel zu ihr Joseph Matthias Hauers zwölftönige "Tropen") entwickelt - verkörpert das Pioniersystem für eine Musik jenseits dieses Tonalitätsrahmens. Keime zur Atonalität liegen bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts (Wagners funktionsharmonisch nicht mehr adäquat beschreibbares Vorspiel zu "Tristan und Isolde") sowie in Liszts Spätwerk für Klavier ("Bagatelle ohne Tonart") und in der von Mussorgskij und Debussy konsequent vorangetriebenen Parallelakkordik, die starken Einfluss auf die Musik des gesamten 20. Jahrhunderts ausübte.


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