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Freitag, 4. Dezember 2020

Musik-Lexikon

A cappella (alla cappella)

Gesang ohne Begleitung durch Instrumente

Seit dem 19. Jahrhundert: Gesang ohne Begleitung durch Instrumente. Ursprünglich bedeutete "a capella" streng kontrapunktischen Chorgesang nach dem Vorbild der niederländischen Vokalpolyphonie aus der Renaissancezeit (prima pratica), später mit dem Palestrina-Stil gleichgesetzt, wobei durchaus Instrumente zur Verstärkung einzelner Stimmen hinzutreten konnten. Mit Cappella ist die päpstliche Kapelle in Rom gemeint (Cappella Sistina), deren polyphoner Chorgesang lange Zeit stilbildende Vorbildfunktion für ideale Kirchenmusik besaß. Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert (Gabrieli) war "a cappella" eine Besetzungsvorschrift für Chor-Tutti, d. h. für vollen Choreinsatz im Unterschied zu solistischem Gesang, analog zur Rollenverteilung von Solistengruppe und Orchestertutti beim instrumentalen Concerto grosso.


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