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Dienstag, 19. November 2019

Musik-Lexikon

Rondo

musikalische Form

italienisch für "rundherum"; aus dem frz. "Rondeau" hervorgegangen. Die vor allem in der Klassik beliebte Form für Schluss- oder Einzelsätze besteht aus einem thematisch einprägsamen, refrainartig wiederkehrenden Abschnitt und einer nicht festgelegten Anzahl von Kontrastteilen mit variabler Thematik, die auch durch Variation aus dem Rondothema hervorgehen kann. Bei Haydn erscheint die Folge der Formteile sonatensatzähnlich organisiert: A-B-A-C-A-B´-A (A-B-A = Exposition, C = Durchführung). Diesem Typus des Sonatenrondos steht als prägnanteste Alternative das Kettenrondo gegenüber: A-B-A-C-A-D usw. Die Rondoform tritt bei Haydn, Mozart und Beethoven meist als Schlußsatz von Konzerten und Sonaten auf; im 19. Jahrhundert tritt es auch als brillanter Einzelsatz für einen Instrumentalsolisten und Orchester in Erscheinung (Wieniawsky, Violinpolonaisen), ausdrücklich als Konzertrondo z. B. bei Mendelssohn.


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