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Freitag, 19. Juli 2019

Musik-Lexikon

Toccata

barocke Form für Tasteninstrumente

abgeleitet von italien. "toccare uno stromento" = "ein Instrument schlagen", später auf Tasteninstrumente bezogen im Sinne von "hämmern". Die Toccata, ursprünglich ein fanfarenartiges Eröffnungsstück mit Bläser-"Tusch" (z. B. bei Monteverdis "L´ Orfeo") wird im Barock zum formal zwischen Fugato und virtuosem Laufwerk wechselnden solistischen Stück für ein Tasteninstrument (Klavier, Cembalo, Orgel). Hervorzuheben sind die Orgeltoccaten der norddeutschen Schule (Scheidt, Buxtehude) und von J. S. Bach. Im 19. und 20. Jahrhundert umgedeutet zu hochvirtuosen Brillierstücken im Stil von Konzertetüden, vermitteln Toccaten aufgrund exzessiver Repetitionen den Eindruck permanenten Hämmerns, einer triftigen Metapher für den Vormarsch des Industriezeitalters. Prominente Beispiele für große Klaviertoccaten finden sich bei Schumann, Ravel und Prokofjew.


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