> > > > > 16.02.2019
Sonntag, 16. Juni 2019

'La damnation de Faust' im Wiener Konzerthaus

Souveräner Einspringer

Glaubt man Hector Berlioz‘ Memoiren, so war er von Goethes 'Faust' dermaßen gefesselt, dass er das Buch gar nicht mehr aus Hand legen wollte. So scheint es beinahe selbstverständlich, dass Berlioz bald über eine kompositorische Auseinandersetzung mit dem Drama nachdachte. Bereits 1828/29 entstand die Schauspielmusik 'Huit scènes de Faust', die er dem Literaten auch zur Begutachtung übersandte. Bekanntlich ließ sich Goethe in musikalischen Fragen von dem konservativen Carl Friedrich Zelter beraten, der über Berlioz‘ Werk ein erwartungsgemäß vernichtendes Urteil fällte. Auch wenn Berlioz somit vergeblich auf ein positives Urteil aus Weimar wartete, beschäftigte er sich weiter mit dem Sujet und fällte 15 Jahre später die Entscheidung, den Stoff als Grundlage für eine Oper zu verwenden, wobei von Beginn an feststand, dass er Goethes Stück nur auf sich wirken ließ, um sozusagen dessen musikalischen Gehalt zu erfassen. Und so findet man in der 1846 herausgebrachten 'Damnation de Faust' zahlreiche Goethe-ferne Aspekte, wie etwa Fausts Ritt in die Hölle oder die Verlegung eines Teils der Handlung nach Ungarn.

Um die komplette Kritik zu lesen, loggen Sie sich bitte mit Ihrer Email-Adresse und Ihrem Kennwort ein:

E-Mail:
Kennwort:


Sollten Sie noch kein Nutzerkonto bei klassik.com besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Mehr erfahren über den Autor

Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

Kontakt aufnehmen mit dem Autor

Kontakt zur Redaktion


Hector Berlioz: La damnation de Faust

Ort: Konzerthaus,

Werke von: Hector Berlioz

Mitwirkende: Phillippe Jordan (Dirigent), Wiener Symphoniker (Orchester), Kate Aldrich (Solist Gesang), Saimir Pirgu (Solist Gesang), Alexander Vinogradov (Solist Gesang)

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Bisherige Kommentare:

  1. Lesen lernen
    Sehr geehrter Farlis, dass liegt wohl daran, dass die Informationen auf Wikipedia ausnahmsweise gar nicht so falsch sind. Dieselben finden sie auch in den entsprechenden Fachnachschlagewerken mit denen mein geschätzter Kollege Rainhard Wiesinger auch arbeitet. Er hat nie eine falsche Gattungsbezeichnung verwendet, sondern sprach lediglich davon, dass mit Hinblick auf die Partitur eine Gattungseinordnung schwer falle. Berlioz gab dem Werk noch nicht einmal eine eindeutige Bezeichnung mit, sondern sprach, durchaus zeittypisch, von einer "Légende dramatique en quatre parties". Seit langem ist es nicht unüblich das Stück auf der Opernbühne zu bringen - ich würde sogar davon sprechen, dass sich Theater es ersessen haben (in solchen Fragen spielt ein wie auch immer gearteter Wille des Komponisten wohl nur eine geringe Rolle!).
    Nutzer_kekdngid, 10.03.2019, 18:10 Uhr
  2. Zitieren lernen
    Es handelt sich bei diesem Stück nicht um eine Oper sondern um eine Art dramatisches Oratorium. Berlioz hat das Werk gar nicht dafür konzipiert szenisch aufgeführt zu werden. Dann muss ich dem Rezensenten vorwerfen ziemlich plump von Wikipedia abzuschreiben. Wenn man das mal vergleichend liest, sind die Übereinstimmungen schon verdächtig groß, einschließlich der falschen Gattungsbezeichnung.
    Farlis, 22.02.2019, 23:20 Uhr

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (6/2019) herunterladen (3061 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Friedrich Gernsheim: String Quartet No. 1 op. 25 in C minor - Rondo all'Ongarese.

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich