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Donnerstag, 22. August 2019

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Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, Copyright: Paul Ott

Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, © Paul Ott

Saisonstart im Theater an der Wien

Unkonventioneller Beginn

Es ist ganz im Sinne des ambitionierten Spielplans des Theaters an der Wien, dass man die neue Saison mit Strawinsky und Schönberg einläutete und dabei noch dazu zwei Werke wählte, bei denen die Sprechstimme gleichberechtigt mit der Musik ist. Igor Strawinskys 'L'histoire du soldat' entstand 1917 für eine Wanderbühne, wobei das Ensemble aus einem Vorleser, zwei Schauspielern, einer Tänzerin und sieben Musikern besteht. Für den Theatertext benutzte Ramuz zwei Geschichten aus einer Sammlung russischer Märchen von Alexander Afanassjew. In dem Stück tauscht ein Soldat mit dem Teufel seine Geige gegen ein Buch, das enorme Reichtümer verspricht. Als Gegenleistung muss er dem Teufel binnen drei Tagen das Geigenspiel beibringen. In Wahrheit vergehen jedoch drei Jahre, so dass der Soldat als Deserteur gilt. Wieder zu Hause erkennt man ihn nicht mehr, zudem ist seine Braut verheiratet. Dank des Buches macht der Soldat nun als reicher Kaufmann Karriere, allerdings muss er bald erkennen, dass ihn das Geld nicht glücklich macht. Statt dessen wünscht er sich, durch sein Geigenspiel die kranke Prinzessin zu heilen. Bei einem verlorenen Kartenspiel mit dem betrunkenen Teufel bekommt er zwar die Geige wieder, doch dafür darf er seine Heimat nie mehr wieder betreten. Als er es dennoch tut, wird er vom Teufel bereits erwartet. Wieder im Besitz seiner Geige, heilt er durch sein Spiel die Prinzessin, und sie werden ein Paar. Ob es sich dabei um ein Happy end handelt, oder der Soldat dem Teufel in sein Reich folgt, bleibt offen. Im Theater an der Wien versammelte man mit Tobias Moretti (Erzähler), Karl Markovics (Soldat) und Rüdiger Maertens (Teufel), eine aus Theater und Fernsehen bekannte Schauspieler-Trias, die lediglich im Fall des bei den melodrmatischen Passagen eher undeutlich artikulierenden Moretti enttäuschte. Michael Boder streute am Pult des Klangforums Wien die instrumentalen Kommentare eher zurückhaltend ein. Nicht immer präzise gelangen dabei die Trompetensoli.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Strawinsky und Schönberg: Theater an der Wien

Ort: Theater an der Wien,

Werke von: Igor Strawinsky, Arnold Schönberg

Mitwirkende: Michael Boder (Dirigent), Klangforum Wien (Orchester), Tobias Moretti (Sprecher)

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